Erfolge

Erfolge

Seit Germanwatch 1991 gegründet wurde, ist viel passiert: Wir haben uns auf diversen Ebenen in das deutsche und internationale Geschehen eingemischt. Hier eine Aufzählung wichtiger Beispiele unseres Engagements und dafür, wie unser Einsatz wirkt.  

25 Erfolge und Stationen (1991-2015)


1991: Germanwatch wird gegründet
1992: "Rio konkret"
1994: Rindfleischexporte bedrohen Sahel-Nomaden
1995: "Trade Watch"
1996: European Business Council startet in Brüssel
1997: Stiftung Zukunftsfähigkeit
1998: Politik gestalten
2000: Beitrag im Bericht "Zur Lage der Welt"
2000: Berichtspflicht in der Riester-Rente
2001: e-Mission 55 – Impulse für Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls
2002: Mexikanische Arbeiter erfolgreich verteidigt
2002: Klima-AUSBADE-Kampagne
2004: Die Klimaexpedition
2005: Klimafreundlich fliegen mit atmosfair
2005: Länderrankings schaffen Klima-Transparenz
2005: Entwicklungszusammenarbeit analysiert und kommentiert
2007: Germanwatch zeigt Präsenz bei G8 und EU-Präsidentschaft
2008: Weltweite Not hat viele Symptome
2009: MakeITfair – Unternehmen und Verantwortung
2010: 100 Prozent Zukunft!
2010: Mensch Macht Milch
2012: Der besondere Ansatz: klimawandelbedingte Schäden
2014: Globales Wirtschaften und Menschenrechte – Deutschland auf dem Prüfstand
2015: Klage für Klimagerechtigkeit
2015: "Tiere. Menschen. Rechte. Haltung zeigen!" Neue Initiative für eine Reform der Tierhaltung
2015: Das globale Klimaabkommen von Paris
 


 

1991: Germanwatch wird gegründet 
Die Zeit des Ost-West-Konflikts war Geschichte und Deutschland wieder vereinigt. In dieser Umbruchstimmung entstand der Gründungsgedanke: Auf Deutschland kommt nun eine viel stärkere globale Verantwortung zu, die kompetent und kritisch von einer nord-süd-politischen Lobbyorganisation beobachtet werden muss. So wurde der Name - Germanwatch - zum Programm.
>> unser Leitbild
 


1992: In Rio wird viel versprochen - Kampagne macht "Rio konkret"
Auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro sollten neue Maßstäbe für die internationale Zusammenarbeit gesetzt werden. Das Ziel der RioKonkret-Kampagne von Germanwatch war, mit Aktionen, Forderungen und Analysen zu helfen, dass in Deutschland das konkret wird, was – gerade auch von Bundeskanzler Helmut Kohl - auf der Konferenz verkündet wurde.

 

 


1994: Rindfleischexporte bedrohen Sahel-Nomaden - Germanwatch macht Druck
Durch die hohen Exportsubventionen der EU für Rindfleisch nach Westafrika stand die Existenz vieler Sahel-Nomaden auf dem Spiel. Germanwatch machte in einem Netz europäischer Nichtregierungsorganisationen Druck. Das Ergebnis: Die EU sagte zu, die Exportsubventionen nach Westafrika einzustellen.


1995: "TradeWatch" - internationale Handelspolitik auf dem Prüfstand 
Indem die Strukturen des Welthandels intensiv von Germanwatch beobachtet und kommentiert wurden, trug die TradeWatch-Kampagne von Germanwatch dazu bei, eine größere handelspolitische Sensibilität im Agrar- und Ernährungssektor rund um die neu gegründete WTO zu schaffen. Eine wichtige Konsequenz: die schädlichen Exportsubventionen wurden langfristig diskreditiert.


1996: Unternehmen fürs Klima - der European Business Council startet in Brüssel 
Germanwatch beteiligt sich im Umfeld der UN-Klimaverhandlungen maßgeblich an der Gründung des europäischen Unternehmerrats für eine Nachhaltige Energiezukunft, damit Politik und Öffentlichkeit sehen: es gibt fortschrittliche Unternehmen, die eine nachhaltige Energieerzeugung und eine integrierte, effiziente Energienutzung wollen. Heute trägt er den Namen "e5" und ist ein international angesehener Zusammenschluss von großen, aber auch vielen innovativen kleinen und mittleren Unternehmen.  >> Zur Website von e5


1997: Die Stiftung Zukunftsfähigkeit wird ins Leben gerufen
Seit 1997 engagiert sich die Stiftung Zukunftsfähigkeit für ökologische Tragfähigkeit, ökonomische Effizienz und soziale Gerechtigkeit als Basisfaktoren einer überlebensfähigen Welt. Sie wurde im Umfeld von Germanwatch gegründet, hat heute über 30 ZustifterInnen und mischt sich in die Nachhaltigkeitsdebatte ein. Außerdem sorgt sie mit für eine finanzielle Unabhängigkeit von Germanwatch. >> Weitere Infos über die Stiftung


1998: Entwicklungspolitische Memoranden gestalten Politik
Ziel der Memoranden 1998, 2002 und 2009 zur Bundestagswahl war es, die Thematik Gerechtigkeit & Globalisierung anhand fundierter Problemanalysen in den Wahlkampf einzubringen. Die mit Unterstützung von Germanwatch formulierten Dokumente wurden von Prominenten aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft unterschrieben, finanziert und verbreitet.


2000: Erster eigener Beitrag zum Bericht „Zur Lage der Welt“ erscheint
Seit der Jahrtausendwende gibt es in der deutschen Ausgabe des "State of the World"-Reports vom Worldwatch-Institut einen eigenen Beitrag von Germanwatch. Die jährliche Publikation kann als Seismograph angesehen werden: wo stehen wir in der Nachhaltigkeitsdebatte weltweit? Die transatlantische Kooperation mit Worldwatch besteht schon seit 1995 und seit 2002 ist auch die Heinrich Böll Stiftung Kooperationspartner. >> Alle Berichte "Zur Lage der Welt"


2000: Berichtspflicht in der Riester-Rente eingeführt
Die Debatte um nachhaltige Kapitalanlagen bekam in Deutschland durch eine kleine Passage in den Gesetzen zur privaten und betrieblichen Altersvorsorge einen wichtigen Impuls. Anlagegesellschaften müssen seitdem jährlich berichten, ob und wenn ja welche ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien sie berücksichtigen. Germanwatch setzt sich seitdem für eine Weiterentwicklung von Transparenzpflichten im Finanzbereich ein.


2001: e-mission 55 - Unternehmerkampagne setzt entscheidende Impulse für Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls
Nach dem Scheitern des Klimagipfels in Den Haag (2000) und der Ankündigung der Bush-Regierung, das Kyoto-Protokoll nicht zu ratifizieren, starten Germanwatch, der WWF und der Unternehmerverband e5 eine Initiative mit über 250 Unternehmen, die massiv darauf drängen, dass Kyoto in Kraft tritt. Ein Signal, das bei der Politik deutlich und erfolgreich ankam! Auf der e-mission 55-Abschlusskonferenz (10.12.2002) gratulierte die damalige EU-Umweltkomissarin Margot Wallström der Kampagne zu ihrem Erfolg (Foto rechts).


2002: Mexikanische Arbeiter erfolgreich verteidigt - Kampagne gegen deutschen Reifenkonzern
Der deutsche Reifenhersteller Continental schloss 2001 widerrechtlich die Euzkadi-Fabrik in Guadalajara, Mexiko. Über 1000 Arbeiter wurden illegal auf die Straße gesetzt  – ein Verstoß gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. Doch die gemeinsame Kampagne mit der lokalen Gewerkschaft und vielen Partnern schaffte es: die Fabrik wurde nach über drei Jahren wieder eröffnet. >> Weitere Infos


2002: Klima-AUSBADE-Kampagne nimmt Verursacher in die Pflicht 
"Der Süden soll den Klimawandel nicht alleine ausbaden" - unter diesem Motto hat Germanwatch ab dem Jahr 2002 verstärkt darauf hingearbeitet, dass die Hauptverursacher des Klimawandels Verantwortung übernehmen. Germanwatch setzt diese Arbeit heute unter dem Aspekt  "Klimaanpassung und Entwicklung" weiter fort. >> Weitere Infos


2004: Die Klimaexpedition kommt in Deutschlands Klassenzimmer
Anhand des Vergleichs von live gezeigten Satellitenbildern mit früheren Aufnahmen werden die Folgen des Klimawandels deutlich. Nicht nur die bereits zweite Auszeichnung als UN-Dekadeprojekt zeigt: die Germanwatch-Klimaexpedition kommt an. Auch die positiven Rückmeldungen von Schülern und Lehrern bestärken uns immer wieder. >> Weitere Infos zur Klimaexpedition


2005: Klimafreundlich fliegen - atmosfair bietet Ausgleich
Die Motivation war klar: Die zunehmende Belastung des Weltklimas durch den wachsenden Flugverkehr stellt die Weltgemeinschaft vor erhebliche Herausforderungen. Mithilfe eines Emissionsrechners kann bei atmosfair seitdem jeder online feststellen, wie viel Klimagase seine Reise verursacht - und kann diese durch eine Zahlung ausgleichen. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert und ist damit - nach dem Verzicht auf den Flug - die zweitbeste Klimaschutzoption für Flugreisende. >> Zur Website von atmosfair


2005: Globale Länderrankings schaffen Klima-Transparenz
Im jährlich von Germanwatch und CAN Europe veröffentlichten Klimaschutz-Index werden die Klimaschutzleistungen von 57 Industrie- und Schwellenländern verglichen. Der ebenfalls jährlich erscheinende Klima-Risiko-Index vergleicht hingegen wetterbedingte Schadensereignisse und ihre Auswirkungen auf die Staaten der Welt. Beide Indizes sind inzwischen wichtige Instrumente für die internationale Politik, aber auch für Lehrer, Journalisten und die breite Öffentlichkeit. >> Weitere Infos zu den Indizes


2005: Die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit - jährlich analysiert und kommentiert
Unsere Studien zur deutschen Official Development Assistance (ODA) und zu deren Teilgebiet, der Entwicklungszusammenarbeit der Bundesländer, werden von politischen Entscheidungsträgern wahrgenommen. Sie tragen dazu bei, die häufig große Lücke zwischen Versprechungen, Zusagen und Plänen auf der einen sowie den realen finanziellen Leistungen auf der anderen Seite zu verkleinern. >> Zur aktuellen ODA-Studie


2007: Einsatz rund um deutsche G8- und EU-Präsidentschaft
Germanwatch konnte sich in diesem Jahr - kräftemäßig vielleicht ein "kleiner Player" - als "Global Player" beweisen. Da Deutschland 2007 sowohl die EU- und die G8-Präsidentschaft inne hatte, war es als deutsche Lobbyorganisation wichtig, aktiv zu werden. Wir konnten unsere engen Kontakte zur Bundesregierung nutzen, mit mobilisieren, diskutieren und von anderen internationalen Akteuren lernen.


2008: Weltweite Not hat viele Symptome - Debatte um Ernährungs-, Klima- und Finanzkrise
Der Ausbruch der globalen Finanzkrise und die multiplen Krisen im Jahr 2008 zeigten es ganz deutlich: sie sind für die ärmsten und schwächsten Menschen auf der Welt besonders dramatische Entwicklungen. Germanwatch setzte sich verstärkt dafür ein, dass man nicht an einer Fragestellung isoliert arbeiten sollte, sondern dass ein integraler Ansatz gefunden werden muss.


2009: Für faire Handys und Computer - Unternehmen akzeptieren Verantwortung
Zu Beginn des makeITfair-Projektes sahen sich die Hersteller von IT-Geräten nicht für die Bedingungen beim Rohstoffabbau für ihre Geräte verantwortlich. Die Projektaktivitäten führten zu einem der größten Erfolge von makeITfair: viele Hersteller erkennen nun ihre Verantwortung für die sozialen und ökologischen Bedingungen beim Abbau der Metalle an. >> Weitere Infos über das Projekt makeITfair


2010: 100 Prozent Erneuerbare Energien? - 100 Prozent Zukunft! 
Die Kampagne "100 Prozent Zukunft" geht eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts an: Die 100-prozentige Versorgung mit Erneuerbaren Energien bis spätestens 2050. Dafür motiviert Germanwatch Bürgerinnen und Bürger sowie Verbands- und  Wirtschaftsvertreter, sich lokal und regional zu vernetzen und die Politiker vor Ort „in die Pflicht zu nehmen“. >> Weitere Infos zur Kampagne


2010: Mensch Macht Milch
Die Fotoausstellung „Mensch Macht Milch“ zur EU-Agrarpolitik und bäuerlichen Landwirtschaft in Nord und Süd von Germanwatch und mehreren Kooperationspartnern tourt in mittlerweile fünf Kopien seit Oktober 2010 erfolgreich durch ganz Deutschland. Die Ausstellung soll die  Herausforderungen und die Bedeutung einer zukunftsfähigen europäischen Agrarpolitik in der breiten Öffentlichkeit und bei den politischen Entscheidungsträgern tiefer verankern. >> Mehr zur Ausstellung


2012: Der besondere Ansatz: klimawandelbedingte Schäden
Selbst die größten Anstrengungen bei Klimaschutz und Anpassung werden jetzt nicht mehr verhindern können, dass klimawandelbedingte Schäden und Verluste (engl. Loss and Damage) auftreten – hierfür sind gerechte Lösungswege gefragt. Germanwatch macht sich für eine Verankerung des Themas  stark und trug über die „Loss and Damage in Vulnerable Countries Initiative“ direkt dazu bei, dass es beim Klimagipfel 2012 in Doha als Arbeitsfeld  innerhalb der UN-Klimaverhandlungen anerkannt wurde. >> Mehr zu Loss and Damage


2014: Globales Wirtschaften und Menschenrechte – Deutschland auf dem Prüfstand
Der in Kooperation mit Misereor erstellte Bericht analysiert und bewertet den Stand der Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und  Menschenrechte in Deutschland. Er hat auf politischer Ebene und bei Unternehmen wichtige Impulse gesetzt, nicht zuletzt für den Prozess eines nationalen deutschen Aktionsplans. Im Herbst 2016 erscheint ein zweiter umfassender Bericht zum Thema „Energie und Menschenrechte“.
>> Zur Analyse


2015: Klage für Klimagerechtigkeit
Der peruanische Bergführer und -bauer Saúl Luciano Lliuya reichte im November 2015 eine Klage gegen RWE ein. Er will damit Schutz vor den Folgen der klimawandelbedingten Gletscherschmelze für sich und seine Familie sowie für die Menschen in Huaraz erwirken. RWE als größter CO2-Emittent Europas soll sich anteilig an den Kosten für geeignete Schutzmaßnahmen beteiligen. Germanwatch und die Stiftung Zukunftsfähigkeit unterstützen ihn  bei seinem Anliegen. Das Landgericht Essen hat die Klage im Dezember 2015 angenommen und spricht von „einer grundsätzlichen Bedeutung“ – alleine das ist schon ein Teilerfolg für mehr globale Klimagerechtigkeit. >> Mehr zum Fall Huaraz


2015: "Tiere. Menschen. Rechte. Haltung zeigen!" Neue Initiative für eine Reform der Tierhaltung
Die Konsequenzen industrieller Tierhaltung sind vielfältig und unübersehbar: Nitratüberschüsse im Grundwasser, gegen Antibiotika resistente Keime, prekäre Arbeitsverhältnisse, viel Leid für die Tiere, viele Treibhausgase und der Verlust gewachsener Kulturlandschaften. Germanwatch schließt sich deshalb mit neuen Verbündeten zusammen, um ein effektiveres Gegengewicht zur Lobby des Bauernverbands zu schaffen und eine grundlegende Reform der Tierhaltung voranzubringen.


2015: Das globale Klimaabkommen von Paris
Bereits seit der Gründung vor 25 Jahren arbeitet Germanwatch auf verschiedenen Ebenen an Lösungen für globale Klimagerechtigkeit und begleitete alle UN-Klimaverhandlungen. Der jahrelange Einsatz findet sich nun an vielen Stellen des Abkommens wieder: ob es die Verankerung des Themas klimawandelbedingter Schäden und Verluste ist, oder die Durchsetzung der Erkenntnis, dass eine rasche Dekarbonisierung – also der Ausstieg aus  Kohle, Öl und Gas – bis Mitte dieses Jahrhunderts erforderlich ist. >> Mehr zum Klimaabkommen

Broschüre

Stationen und Erfolge 1991-2015

Deckblatt: 20xGermanwatch

Seit Germanwatch am 24. Februar 1991 gegründet wurde, ist viel passiert. Wir haben uns auf diversen Ebenen in das deutsche und internationale umwelt- und entwicklungspolitische Geschehen für mehr globale Gerechtigkeit eingemischt. In diesem Flyer finden Sie eine Auswahl wichtiger Beispiele unseres Engagements und dafür, wie unser Einsatz wirkt.

Bestellnummer
25 Erfolge
Seiten
4
Publikationsdatum
2/2016

Sonderausgabe WEITBLICK

Entwicklungsland Deutschland – heute und vor 20 Jahren!

Cover Sonderausgabe Weitblick "20 Jahre Germanwatch"

Germanwatch wurde 1991 gegründet. Anlässlich des 20. Geburtstags haben wir gemeinsam zurückgeschaut, aber auch ganz bewusst nach vorne: Wohin und wie sollte Deutschland sich entwickeln? Welche Verantwortung muss das Land in Zukunft international übernehmen?

Seiten
8
Publikationsdatum
4/2011