Landnutzungsänderungen, vor allem Waldrodungen für Agrarflächen, verursachen hohe Treibhausgasemissionen. Deshalb ist es für den Erhalt der (Regen-)Wälder besonders wichtig, eine klimafreundliche Landwirtschaft zu fördern. Um den Wald- und Klimaschutz langfristig zu finanzieren, müssen allerdings private Gelder mobilisiert werden.

Aktuelles zum Thema

Pressemitteilung
04.10.2018
Pressemitteilung
Studie: Anbau hat drastische Folgen für Mensch und Umwelt in Südamerika - über 90 Prozent der Sojapflanzen sind gentechnisch verändert

Eine heute veröffentlichte Studie von Testbiotech und Germanwatch zeigt ein erschreckendes Ausmaß von Umweltschäden, die mit dem Anbau von Gentechnik-Soja in Südamerika verbunden sind: Diese reichen von der Zerstörung der biologischen Vielfalt und von Wasserkreisläufen über Schäden an Böden und Klima bis hin zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung. Zwischen 2005 und 2014 stieg die Sojaanbaufläche in Brasilien, Argentinien und Paraguay um 40 Prozent oder 15,5 Millionen Hektar, meist auf Kosten von ökologisch wertvollem Weideland, Savannen und Regenwald.

Publikation
26.09.2018
Cover Studie Gentechnik-Soda in Südamerika
Flächenverbrauch, Pestizideinsatz und die Folgen für die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung

Eine neue Studie von Testbiotech und Germanwatch kommt zu dem Ergebnis, dass der zunehmende Sojaanbau in Südamerika den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung entgegensteht. Insbesondere die Gesundheit der Menschen in den Anbaugebieten, die Qualität des Wassers, die biologische Vielfalt und der Klimaschutz sind gefährdet. Die EU steht als zweitgrößter Importeur besonders in der Verantwortung. Sojafutter ist ein zentraler Bestandteil der industriellen Tierhaltung in Deutschland und der EU. Wird sie verändert, kann auch die Sojanachfrage reduziert und nachhaltiger gestaltet werden.

Publikation
27.10.2017
Cover der Antibiotika-Tagungsdokumentation
Fachtagung am 5. Oktober 2017 in Göttingen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt: Im Jahr 2050 könnte die Haupttodesursache weltweit Antibiotikaversagen sein, wenn wir es versäumen, Antibiotikaresistenzen rechtzeitig und wirksam zu bekämpfen. Aktuell hat die WHO ihre Empfehlungen für den Umgang mit Antibiotika neu geordnet und eine Liste erstellt mit Antibiotika, die für die menschliche Gesundheit von besonderer Bedeutung und höchster Priorität sind (umgangssprachlich ‚Reserveantibiotika‘ genannt). Welche Staaten der Welt haben gesetzlichen Regeln erlassen, um diese Antibiotika mit höchster Priorität für die Humanmedizin in Tierhaltungen zu reglementieren? Wie viel dieser Medikamente werden in Deutschland in der Fleisch- und Milcherzeugung eingesetzt im Vergleich zu anderen Ländern?

Publikation
18.10.2017
Cover: Is the EU a Major Driver of Deforestation in Brazil?
Quantifizierung der CO2-Emissionen des Imports von Rindfleisch und Soja

Die Reduktion der Treibhausgasemissionen, um die globale Erwärmung auf unter 2°C bzw. sogar unter 1,5°C zu begrenzen, wie es die Staats- und Regierungschefs in der „Pariser Vereinbarung“ im Dezember 2015 vereinbart haben, kann nur gelingen, wenn die Entwaldung in den kommenden Jahrzehnten drastisch reduziert wird. Denn die dadurch freigesetzten Emissionen machen fast ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Der Großteil der weltweiten Entwaldung findet in Südamerika und Afrika statt. Brasilien ist seit vielen Jahren das Land mit der höchsten absoluten Entwaldung. Es liegt weit von Europa entfernt, können wir uns also zurücklehnen und Brasilien die gesamte Verantwortung für die freigesetzten Emissionen aufbürden?

Meldung
31.08.2017
Bild: Landwirtschaft, Getreidefeld
Offener Brief an ModeratorInnen des "TV-Duells" zwischen Angela Merkel und Martin Schulz

Am 3. September findet das einzige TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz statt. Neben Germanwatch fordern zahlreiche WissenschaftlerInnen, Verbände und Unternehmen die Moderatoren der vier übertragenden Sender Maybrit Illner, Sandra Maischberger, Peter Kloeppel und Claus Strunz in einem Offenen Brief auf, dabei auch die Zukunft der Landwirtschaft zu thematisieren.

Meldung
08.08.2017
Aktionstour - Banner
Wir haben es satt!-Aktionstour gegen Konzernmacht, Landraub und Tierfabriken +++ Aktionstage zur Bundestagswahl vom 06.-09. September 2017

Die Bundesregierung ignoriert den aktuellen Trend: Immer mehr Menschen wollen wirklichen Tierschutz, bäuerliche Betriebe, ökologischen Landbau, globale Solidarität und ein klares Nein zu Gentechnik. Dafür demonstrieren jedes Jahr Zehntausende mit den Veranstaltern von "Meine Landwirtschaft" bei der "Wir haben es satt!-Demonstration" in Berlin. Kurz vor der Bundestagswahl legen sie an drei agrarpolitischen Brennpunkten den Finger in die Wunde der Agrarindustrie.

Pressemitteilung
21.04.2017
Logos Germanwatch und Inkota
Nachhaltig nutzbare Ressourcen für dieses Jahr in Deutschland schon am 24. April aufgebraucht

Am Montag hat die Bevölkerung in Deutschland die gesamte Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihr rechnerisch in diesem Jahr zur Verfügung stünde, wenn sie nur so viel nutzen würde, wie sich im selben Zeitraum regeneriert. Der deutsche Erdüberlastungstag zeigt, wie dringend ökologische Belastungsgrenzen und umfassende Nachhaltigkeitsaspekte in die deutsche Wirtschafts- und Rohstoffpolitik einbezogen werden müssen. Der Tag verdeutlicht zudem, dass sich das Konsumverhalten hierzulande ändern muss.

Pressemitteilung
26.01.2017
Bild: Pressemitteilung ohne Schriftzug
Germanwatch, BUND, DNR, DUH, Greenpeace, Grüne Liga, Nabu und WWF: Verwässerungsstrategie von Bundesminister Schmidt ist nicht akzeptabel

Nachdem sich Vertreter von Bund und Ländern vorletzte Woche auf einen Kompromiss zur künftigen Neufassung des Düngerechts geeinigt hatten, ist die Verabschiedung des Düngegesetzes diese Woche ein weiteres Mal im Bundestag verschoben worden. Grund ist offenbar die fehlende Bereitschaft der Unionsfraktion und des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die vereinbarte Einführung einer Hoftorbilanz der Nährstoffströme für Agrarbetriebe mitzutragen. Aus Sicht der Umweltverbände BUND, DNR, DUH, Germanwatch, Greenpeace, Grüne Liga, NABU und WWF ist dieser Rückzieher eine herbe Enttäuschung, zumal Landwirtschaftsminister Schmidt noch am 11. Januar selbst das Ergebnis des Kompromisses verkündet hatte.

Pressemitteilung
10.01.2017
Logos, Germanwatch, Oxfam, BUND, Le Monde Diplomatique, Heinrich Boell Stiftung, Rosa Luxemburg Stiftung
Umwelt- und Entwicklungsorganisationen warnen vor enormer Markt- und Lobbymacht einzelner Konzerne. Um Verbraucher zu schützen und die UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung zu erreichen, müsse die Politik weltweit den Agrar- und Ernährungssektor stärker kontrollieren.

Immer weniger Konzerne bestimmen weltweit über einen immer höheren Anteil der Lebensmittelerzeugung und Ernährung - zum Nachteil von Kleinbäuerinnen und -bauern, Landarbeiterinnen und -arbeitern sowie der regionalen Lebensmittelversorgung. Das zeigt der heute vorgestellte „Konzernatlas 2017“, eine Zusammenstellung von Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie. Die Herausgeber - Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique - warnen davor, dass die laufenden Konzentrationsprozesse im Agrarsektor die 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gefährden und fordern stärkere Kontrolle im Agrar- und Ernährungsbereich.

Publikation
09.01.2017
Konzernatlas 2017 - Cover
Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie 2017

Felder, Tiere und Wiesen – die Bilder auf den Verpackungen der Lebensmittel lassen uns an bäuerliche Landwirtschaft, traditionelles Handwerk und an eine intakte Natur denken. Dass diese Bilder häufig mit der heutigen Landwirtschaft und mit der industriellen Lebensmittelherstellung rein gar nichts zu tun haben, wissen viele Menschen, und dennoch: Unsere Lebensmittel sind emotional mit diesen Bildern geradezu untrennbar verbunden – und nicht mit der Realität und Praxis weltweit agierender Konzerne.