Ressourcenpolitik

Wir verbrauchen in Deutschland  überdurchschnittlich viele Ressourcen wie Metalle, Wasser und Land. Unsere Ressourcennutzung führt an anderen Orten oft zu Knappheiten, Menschenrechtsverletzungen und gewalttätigen Konflikten. Germanwatch setzt sich deshalb für einen gerechten Zugang zu Ressourcen, Ressourcenschonung und Menschenrechte ein.

Aktuelles

Stop Mad Mining!
Meldung
29. September 2015

Stop Mad Mining: Keine Rohstoffe, die Konflikte finanzieren!

Konfliktmineralien: 41.675 Stimmen für verbindliche Verordnung übergeben

Der Ressourcenreichtum, auf dem viele Menschen im globalen Süden sitzen, ist für sie kein Segen, sondern ein Fluch! Sie leiden unter dem Handel mit Konfliktmineralien. Denn der Abbau von Rohstoffen, die in unseren Konsumgütern verarbeitet werden, geht oft einher mit Menschenrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung und/oder kriegerischen oder bürgerkriegsähnlichen Konflikten. >> mehr
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Meldung
23. September 2015

Germanwatch-Stellungnahme zum Arbeitsentwurf des BMUB für ein Deutsches Ressourceneffizienzprogramm

Fortschrittsbericht 2012-2015 und Fortschreibung 2016-2019

"Wir unterstützen den Entwurf des BMUB für eine Fortschreibung des deutschen Ressourceneffizienzprogramms, weil wir es für zentral halten, mit den vorhandenen Ressourcen ökologisch und sozial nachhaltig umzugehen. Wir begrüßen sehr, dass der Entwurf Maßnahmen der Rohstoffstrategie an die UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte koppeln will und soziale Aspekte stärker als ProgRess I berücksichtigt. Wir unterstützen auch Ziele und Maßnahmen, die eine Kreislaufwirtschaft befördern. Nach unserer Einschätzung sind dabei jedoch wichtige Aspekte - etwa die Berücksichtung des Dienstleistungs- und Produktdesigns sowie eine Stärkung von Wiederverwendung und Reparatur - noch zu schwach angelegt." >> mehr
Logos Organisationen zum Erdüberlastungstag 2015, Berlin
Pressemitteilung
7. August 2015

Erdüberlastungstag: Die Erde ist leer

Aktionsbündnis drängt auf Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs in Deutschland

Der globale Erdüberlastungstag ist in diesem Jahr bereits am 13. August und damit noch einmal sechs Tage früher als im Vorjahr: Ab diesem Tag sind die nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für das gesamte Jahr verbraucht. Mit einer Aktion vor dem Kanzleramt wollen Aktivist/innen von Germanwatch, INKOTA, BUNDjugend, Naturschutzjugend, FairBindung, PowerShift, der Christlichen Initiative Romero und der Kampagne Stop Mad Mining den übermäßigen Ressourcenverbrauch Deutschlands anprangern und die Bundesregierung auffordern, sich für eine zukunftsfähige und gerechte Ressourcenpolitik einzusetzen. >> mehr
Cover Verantwortung Lieferketten
Publikation

Verantwortung entlang der Lieferkette im Rohstoffsektor!

Warum verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten notwendig und machbar sind – Eine Auseinandersetzung mit Argumenten seitens der deutschen Industrie

Die deutsche Industrie ist zu nahezu 100 Prozent abhängig von den Importen primärer Metalle. Im Jahr 2013 wurden 63,5 Mio. Tonnen an Metallen importiert, die einen Gesamtwert von 41,1 Mrd. Euro besitzen. Der Abbau von und Handel mit Rohstoffen ist immer wieder Ursache für gravierende Menschenrechtsverletzungen, gewaltsame Konflikte und massive Umweltschäden, wie zahlreiche Beispiele aus Afrika, Asien und Lateinamerika zeigen. >> mehr
Cover Forum Umwelt und Entwicklung Recycling
Meldung
26. Juni 2015

Über den Umgang mit Seltenen Erden: "Recycling ist nur der drittbeste Weg"

Artikel von Johanna Sydow im Rundbrief Forum Umwelt & Entwicklung zu "Kreislaufwirtschaft: Ist Recycling eine Illusion?"

"Seltene Erden – vor 10 Jahren wussten wenige, dass es diese Metalle gibt. Seit sie 2010 aber schwer zu bekommen waren, stieg ihr Bekanntheitsgrad enorm an. Seltene Erden sind eine Gruppe von Metallen, beziehungsweise chemischen Elementen wie Neodym und Scandium, die jedoch nicht so selten sind wie es ihr Name suggeriert. Ihr Abbau ist sehr aufwendig und geht mit extremen Umweltschäden einher. Es entstehen giftige Substanzen, radioaktive Abfälle und Einträge ins Grundwasser. [...]" >> mehr
Logos Germanwatch und BFUB - Bundesverband für Umweltberatung
Pressemitteilung
7. Mai 2015

Alte Elektrogeräte: Es droht die Wegwerfgesellschaft per Gesetz

Morgen erste Lesung im Bundesrat: Wiederverwendung von Altgeräten muss ermöglicht werden

Germanwatch und der Bundesverband für Umweltberatung fordern Bundestag und Bundesrat auf, die im Kabinettsentwurf des Elektroaltgerätegesetzes verankerte Ressourcenverschwendung zu verhindern. Morgen beschäftigt sich der Bundesrat in erster Lesung mit dem Gesetz. "Der Gesetzentwurf der Bundesregierung torpediert die deutsche Abfallhierarchie, nach der Wiederverwendung den Vorrang vor Recycling und Entsorgung haben sollte. Auch der Richtlinie der EU wird diese Umsetzung nicht gerecht", erklärt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. >> mehr
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Pressemitteilung
21. April 2015

Deutsche Rohstoffpolitik: Zugang zu Platinversorgung wichtiger als Menschenrechte?

Deutsche Rohstoffagentur lädt Bergbaukonzern ein, der mitverantwortlich für Massaker in Südafrika von 2012 ist

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) lädt morgen den britisch-südafrikanischen Bergbaukonzern Lonmin Plc zu einem hochrangigen Workshop über die Verfügbarkeit von Platingruppenmetallen für den Industriestandort Deutschland ein. Lonmin trägt maßgebliche Verantwortung für das Massaker von Marikana im August 2012, bei dem 34 streikende Bergarbeiter in Südafrika getötet wurden. Laut DERA-Programm soll die geladene Vertreterin von Lonmin zu „nachhaltigem Platinabbau“ referieren. Die im Arbeitskreis Rohstoffe zusammengeschlossenen deutschen Nichtregierungsorganisationen zeigen sich irritiert von der Einladung und erwarten, dass die staatliche DERA von Lonmin Plc Auskunft darüber verlangt, welche Wiedergutmachung in Südafrika geleistet wird und wie in Zukunft massive Menschenrechtsverletzungen verhindert werden. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
25. Februar 2015

Bundesregierung bahnt per Gesetz den Weg in die Wegwerfgesellschaft

Bundestag berät über Elektrogerätegesetz - heftige Kritik von Umweltverbänden

Vor der ersten Lesung im Bundestag Anfang März steht der Entwurf zum neuen Elektrogerätegesetz (ElektroG) im Kreuzfeuer der Kritik von Umweltverbänden. Germanwatch, NABU, BUND, Deutsche Umwelthilfe, Bundesverband für Umweltberatung und Deutscher Naturschutzring kritisieren, dass die Bundesregierung es fast unmöglich macht, dass Elektrogeräte länger genutzt oder wieder aufbereitet werden können. >> mehr
Cover Forderungspapier "Für eine wirksame EU-Gesetzgebung zu Konfliktrohstoffen"
Publikation

Für eine wirksame EU-Gesetzgebung zu Konfliktrohstoffen

Gemeinsames Forderungspapier von 17 deutschen NGOs zum Vorschlag der EU-Kommission

Im März 2014 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung zu Konfliktrohstoffen vorgelegt. Das EU-Parlament wird diese Verordnung zur „Schaffung eines Unionssystems zur Selbstzertifizierung der Sorgfaltspflicht in der Lieferkette durch verantwortungsvolle Importeure von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erzen und Gold aus Konflikt- und Hochrisikogebieten“ in den kommenden Wochen und Monaten behandeln. Damit hat das EU-Parlament eine entscheidende Gelegenheit, diesen Verordnungsvorschlag zu stärken und für verantwortungsvolle Mineralienlieferketten in Europa zu sorgen. In seiner aktuellen Form ist der Kommissionsvorschlag schwach und nicht ausreichend, um das angestrebte Ziel zu erreichen. >> mehr
Logo: Rechte für Menschen - Regeln für Unternehmen
Meldung
12. September 2014

Markt oder Moral - Deutsche Unternehmen auf dem Prüfstand

ARD-Dokumentation greift Menschenrechts-Kampagne auf, die Germanwatch in Deutschland koordiniert

Die Dokumentation "Markt oder Moral" wurde erstmalig 2012 ausgestrahlt und hat ein enormes Maß an Zuspruch für die Arbeit von Germanwatch zu diesen Themen ausgelöst. Weil sie seitdem nichts von ihrer Aktualität und Brisanz eingebüßt hat, wird sie auch regelmäßig wiederholt. Im Beitrag geht der Filmemacher Christian Jentzsch der Frage nach, welche Auswirkungen die Auslandsgeschäfte deutscher Unternehmen auf die Umwelt und lokal ansässige Bevölkerung haben. >> mehr

Ansprechpartnerin

Netzwerk

AK Rohstoffe: Der Arbeitskreis Rohstoffe ist ein Netzwerk deutscher Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz im Rohstoffsektor einsetzen. >> Blog des AK Rohstoffe

Germanwatch in den Medien:
Ausgewählte Beiträge zum Thema Ressourcenpolitik


Spiegel Online
14.07.2014
Wichtige Metalle: Deutschland schließt Rohstoffabkommen mit Peru


fr-online.de
14.07.2014
Partnerschaft beim Ausbeuten


welt.de
04.06.2014
Umweltschützer kritisieren Smartphone-Aktion von Vodafone


handelsblatt.com
13.02.2014
Apple will keine Mineralien aus Konfliktregionen


EurActiv.de
25.11.2013
Industrie will Regeln für Rohstoffhandel mit Konfliktregionen