Der Fall Huaraz

Der Fall Huaraz

Der Andenstadt Huaraz (Peru) droht eine Flutkatastrophe. Ursache ist die klimawandelbedingte Gletscherschmelze. Wir unterstützen die Menschen dort, ihr Recht auf Schutz von den Verursachern einzufordern.

Aktuelles

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Meldung
17. Juli 2017

Kanada: Unternehmen von Lokalregierung aufgefordert, ihren Anteil an Kosten des Klimawandels zu tragen

Der Highland District auf Vancouver Island (Kanada) hat die 20 größten Unternehmen im Bereich der fossilen Energieträger aufgefordert, einen fairen Anteil der Folgekosten des Klimawandels zu übernehmen, anstatt die Steuerzahler damit zu belasten. Dieses Anliegen liegt ganz auf der Linie der von Germanwatch unterstützten Klimaklage "Saúl Luciano Lliuya gegen RWE". >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
12. Mai 2017

Klimaklage gegen RWE: Oberlandesgericht verhandelt Berufung am 13. November

Zeitgleich zu den politischen Verhandlungen beim UN-Klimagipfel in Bonn wird es in Hamm juristisch um den Klimawandel und die Bewältigung seiner Folgen gehen. Der peruanische Bergführer Saúl Luciano Lliuya klagt in zweiter Instanz gegen RWE.

Der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat nun entschieden, dass die Berufung des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya am 13. November (Montag, 12:30 Uhr) mündlich verhandelt wird. Für den öffentlichen Verhandlungstermin ist eine Dauer von rund zwei Stunden angesetzt. Der Termin fällt mitten in die zweiwöchige UN-Klimakonferenz in Bonn (6. - 17. Nov.), was dem Fall auch international noch zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren dürfte. Die Rechtsanwältin des Klägers, Dr. Roda Verheyen (Hamburg), zeigt sich erfreut über die Entscheidung des OLG Hamm. "Ich bin zuversichtlich, dass der nun angesetzten ersten Verhandlung die Beweisaufnahme folgen wird." >> mehr
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Publikation

Klimagerechtigkeit braucht Ihre Unterstützung

Der Fall Huaraz zeigt die besondere Verantwortung großer Energiekonzerne auf

Dieses Factsheet gibt Ihnen auf zwei Seiten einen Überblick über die Hintergründe und das Ziel dieser Musterklage im Fall Huaraz. Es zeigt außerdem auf, wie Sie Saúl Luciano Lliuya bei seinem Anliegen unterstützen können. >> mehr
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Publikation

Erdrutsche und Überschwemmungen in Peru – Huaraz noch verschont

Blog-Beitrag von Noah Walker-Crawford, März 2017

Aufgrund ungewöhnlich starker Regenfälle sind in Peru hunderttausende Menschen von Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen. Vor allem die armen Bevölkerungsgruppen bekommen die Konsequenzen dieser starken Regenfälle zu spüren. Viele Menschen haben ihr Zuhause verloren und stehen vor einer ungewissen Zukunft. In der Andenstadt Huaraz sind momentan alle Verbindungsstraßen nach Lima blockiert, aber starke Schäden sind bisher ausgeblieben. Manche Güter in der Stadt werden knapp. Das Telefonnetz ist mehrmals zusammengebrochen, auch das Internet funktioniert nur unregelmäßig. Die Stadtbewohner machen sich Sorgen wegen des Palcacocha-Gletschersees oberhalb der Stadt. >> mehr
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Meldung
26. März 2017

'Weltbaustelle Klimamigration - Flucht vor den Folgen der Klimakrise'

Der Fall Huaraz bei der 20. Eine-Welt-Landeskonferenz NRW

Die 20. Eine-Welt-Landeskonferenz NRW fand am 24. und 25. März 2017 in Münster unter dem Thema 'Eine Welt in Bewegung - Die Zukunft der globalen Migration' statt. Die Anwältin von Saúl Luciano Lliuya, Dr. Roda Verheyen, gestaltete im Rahmen dieser Konferenz zusammen mit dem Germanwatch-Teamleiter Bildung für nachhaltige Entwicklung, Stefan Rostock, das Forum 'Weltbaustelle Klimamigration - Flucht vor den Folgen der Klimakrise'. Dr. Roda Verheyen stellte als Teil dieses Forums die Rolle des Rechts und die Rechte Einzelner im Klimaschutz am Beispiel der Klage Saúl Luciano Lliuya gegen RWE vor. Der Vortrag von Verheyen behandelte neben der Klimaklage gegen RWE auch die Themen Klimawandel als Fluchtursache im Flüchtlingsrecht, die Rechte und Pflichten Einzelner im Hinblick auf den Klimawandel sowie die globale "Litigation" Bewegung. >> mehr
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Pressemitteilung
26. Januar 2017

Klimaklage gegen RWE: Peruanischer Bergführer geht in Berufung

Saúl Luciano Lliuya legt beim Oberlandesgericht Hamm Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Essen ein. Der Peruaner aus den Hochanden möchte erreichen, dass der Energiekonzern RWE anteilig für Schutzmaßnahmen vor Klimawandelfolgen in seiner Heimat aufkommt.

Der Bergführer und Kleinbauer Saúl Luciano Lliuya aus Peru hat heute Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Essen in seinem Zivilverfahren gegen RWE eingelegt. Gemeinsam mit seiner Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg) kämpft er nun vor dem Oberlandesgericht Hamm weiter dafür, dass RWE sich als größter CO2-Emittent Europas an Schutzmaßnahmen gegen Klimawandelfolgen in den peruanischen Anden beteiligen muss. Diese bedrohen große Teile seiner Heimatstadt Huaraz. In erster Instanz war die "Klimaklage" Mitte Dezember abgewiesen worden. >> mehr
Video
Meldung
16. Dezember 2016

Interview mit Noah Walker-Crawford zum Gerichtsverfahren "Saúl gegen RWE"

Der Peru- und Klima-Experte Noah Walker-Crawford im Video-Interview zum Fall Huaraz gegen RWE, über Klimaklagen allgemein und wie es jetzt weiter geht. >> mehr
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Pressemitteilung
15. Dezember 2016

Landgericht weist Klimaklage gegen RWE ab - Berufung sehr wahrscheinlich

Das Landgericht Essen hat heute die Zivilklage des peruanischen Bergführers Saúl Luciano Lliuya gegen RWE abgewiesen. Der Rechtsstreit ist damit aber wohl nicht beendet: Anwältin Verheyen kündigte an, dass ihr Mandant "höchst wahrscheinlich" vor die nächste Instanz, das Oberlandesgericht Hamm, ziehen werde. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
8. Dezember 2016

Klimaklage gegen RWE: Landgericht will am 15. Dezember Entscheidung über Beweisaufnahme verkünden

Der peruanische Bergführer Saúl Luciano Lliuya will erreichen, dass der Energiekonzern RWE teilweise für Schutzmaßnahmen vor Klimawandelfolgen in seiner Heimat aufkommt. Am kommenden Donnerstag entscheidet sich, ob die Essener Zivilkammer bei dieser Musterklage in die Beweisaufnahme geht.

Am kommenden Donnerstag (15. Dezember, 11 Uhr) will die 2. Zivilkammer des Landgerichts Essen verkünden, ob es in dem Prozess des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE in die Beweisaufnahme geht. Luciano Lliuya ist einige Tage nach der mündlichen Verhandlung am 24. November zurück in seine Heimat gereist und wird nicht persönlich teilnehmen können. Seine Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg) hofft auf eine positive Entscheidung des Gerichts. "Wir haben ausführlich dargelegt, warum unsere Klage zulässig und begründet ist." >> mehr
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Pressemitteilung
24. November 2016

Klimaklage gegen RWE: Landgericht trifft noch keine Entscheidung über Beweisaufnahme

Nach der ersten mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Essen will die Zivilkammer am 15. Dezember verkünden, ob der Fall in die Beweisaufnahme geht. Der peruanische Bergführer Saúl Luciano Lliuya will erreichen, dass der Energiekonzern RWE teilweise Schutzmaßnahmen vor Klimawandelfolgen in seiner Heimat übernimmt.

In der "Klimaklage" des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE hat das Landgericht Essen angekündigt, am 15.12. eine Entscheidung zu verkünden - entweder einen sogenannten Beweisbeschluss oder ein abschlägiges Urteil. Damit ist noch unklar, ob sich erstmals ein deutsches Zivilgericht im Detail mit der Frage beschäftigen wird, ob Mitverursacher des Klimawandels für den Schutz vor Risiken aufkommen müssen, die anderen infolge des globalen Klimawandels entstehen. Der Kläger Saúl Luciano Lliuya und seine Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg) sind jedoch optimistisch. "In einem offenen Verfahren haben wir heute dargelegt, warum unsere Klage zulässig und begründet ist sowie dass dies eine Klage ist, die vom Landgericht inhaltlich verhandelt werden muss", sagt Anwältin Roda Verheyen. >> mehr

Saúl Luciano erklärt die Situation am Palcacocha

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für Saúl, die Menschen in Huaraz und für mehr globale Klimagerechtigkeit mit Spenden an die Stiftung Zukunftsfähigkeit

Saúl Luciano Lliuya, Huaraz/Peru

"Ich bin froh, aktiv geworden zu sein und nicht einfach zu warten was passiert. Es ist überwältigend für mich, wie viel Interesse und Unterstützung ich in meinem Land und weltweit erfahren habe. Das gibt mir Mut und Kraft weiter zu machen. Der Klimawandel betrifft alle Länder der Welt, wir müssen uns deswegen für die Gerechtigkeit einsetzen."

Ansprechpartner

Ansprechpartner für Medien

Die Bedrohungslage: Simulation eines großen Gletscherabbruchs, Ursache für eine Flutwelle

Quelle: large avalanche2 from Denny Rivas on Vimeo.

Weitere Animationen und Bildmaterial zur konkreten Bedrohungssituation auf wissenschaftlicher Grundlage von "The University of Texas at Austin"Living under flood risk in Huaraz City: Hazards lie below glaciers 


Unterstützt durch

Medienresonanz

Der Tagesspiegel, 6.03.2017
Klagen für mehr Klimaschutz


WDR (online), 26.01.2017
Peruanischer Kleinbauer klagt weiter gegen RWE


Süddeutsche Zeitung, 25.11.2016
Der Bauer, der gegen RWE klagt


International Business Times, 25.11.16
A Peruvian farmer is suing German energy giant RWE over climate change


Deutsche Welle, 25.11.2016
"Ich bitte RWE, Verantwortung zu übernehmen"


heute plus (ZDF), 24.11.2016
Peruanischer Kleinbauer verklagt RWE


Tagesschau (ARD), 24.11.2016
Warum ein Anden-Bauer RWE verklagt


ZDF-Morgenmagazin, 24.11.2016
Peruaner klagt gegen RWE


New York Times, 10.05.2016
In Novel Tactic on Climate Change, Citizens Sue Their Governments


DIE ZEIT01.04.2016
 

Der Tagesspiegel09.12.2015
 
 

Bild.de, 24.11.2015
 

El Comercio / elcomercio.pe, 17.03.2015
La demanda de este peruano a firma alemana puede hacer historia


Süddeutsche Zeitung / sueddeutsche.de, 16.03.2015
Peruanischer Kleinbauer fordert RWE heraus

taz, 16.03.2015
Per Gericht gegen Klimawandel: Peruanischer Bergführer verklagt RWE


Deutsche Welle / dw.de, 16.03.2015
Peruanischer Kleinbauer fordert RWE heraus