Studie

Die deutschen ODA-Leistungen 2000 bis 2003/2004

Cover: ODA 2005
Herkunft der Mittel, „Erstempfänger“, Entscheidungen über Weiterverwendung

Die deutsche ODA-Quote [1] ist in den letzten fünf Jahren fast unverändert niedrig geblieben. Dass sie nicht einbrach, ist 2002 und 2003 auf den starken Anstieg der Schuldenerlasse, 2004 vor allem auf hohe Einzahlungen an Entwicklungsbanken der Vereinten Nationen zurückzuführen. Der Erlass der Irak-Schulden wird die Quote in den kommenden Jahren erhöhen und die Erreichung des Ziels von 0,33% im Jahr ermöglichen. Der Einbruch folgt dann etwa 2009.

Für die Erreichung von entwicklungspolitischen Zielen wie der MDG [2] ist aber nicht die ODA im allgemeinen, sondern im besonderen "Frisches Geld" entscheidend (Technische Zusammenarbeit, Finanzielle Zusammenarbeit, Europäischer Entwicklungsfonds), dessen Anteil an der ODA seit 2001 gesunken ist. Wenn sich hier nicht Entscheidendes ändert, werden weder die MDG noch die im März 2005 von Bündnis 90 / Die Grünen und der Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit als Ziel formulierten 0,5% für 2010 oder gar 0,7% für 2014/15 erreicht werden.

Fußnoten:

[1] Die Official Development Assistance (ODA) ist die Summe der öffentlichen Leistungen, die vom Development Assistance Committee (DAC) in der OECD als entwicklungsrelevant anerkannt sind. Die ODA-Quote ist das Verhältnis der ODA-Leistungen zum BNE, dem Bruttonationaleinkommen, das seit 1998 international an die Stelle des Bruttosozialprodukts getreten ist.

[2] Millennium Development Goals, siehe www.un.org/millenniumgoals

Publikationstyp

Studie

AutorInnen

Dr. Ludger Reuke

Bestellnummer

05-3-01

ISBN

3-9806280-8-6

Seitenanzahl

32

Publikationsdatum

Zuletzt geändert