UNESCO: Mut zu transformativen Bildungsangeboten

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UNESCO: Mut zu transformativen Bildungsangeboten

Im November 2019 verabschiedet die Weltbildungs- und Kulturorganisation UNESCO „ESDfor2030“, das Nachfolgeprogramm für das BNE-Weltaktionsprogramm. ESD steht für Education for Sustainable Development, also Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Ziel ist es, durch transformative BNE wirksam zur Umsetzung der Agenda 2030 und der SDGs beizutragen. Darin gibt es spannende Weiterentwicklungen, wie die Durchsetzung eines ganzheitlichen Ansatzes (Whole Institution Approach), der Nachhaltigkeitsprinzipien in Bildungsinstitutionen und -politik, (Schul-)Lehrplänen, Ausbildung und (Teilhabe-)Praxis sowie Gebäudemanagement und Lobbyarbeit stringent einfordert und nicht lediglich als eines von vielen Themen neben anderen behandelt.

„ESD in action is basically citizenship in action.“ Menschen werden dafür begeistert, sich direkt an politischen Prozessen zu beteiligen. Für Bildungsakteure ist es Zeit, diesen Rückenwind stärker zu nutzen und die Fragen nach den strukturellen Ursachen von sozialer Ungerechtigkeit und ökologischem Raubbau mit Bildungsangeboten zu wirkungsvollen Handlungsmöglichkeiten zu beantworten. Es geht darum, lernen zu können, wie in gegenseitigem Respekt neue Wege zum gemeinschaftlichem Leben innerhalb sozialer und ökologischer Leitplanken entwickelt, ausprobiert und die politischen Rahmenbedingungen dafür eingefordert werden können.
 

Stefan Rostock

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