Schwerpunkt: Die Philippinen und der Klimawandel

Weitblick

Schwerpunkt: Die Philippinen und der Klimawandel

Editorial

Christoph BalsLiebe Leserin, lieber Leser,

wer anderen Menschen – in diesem Fall durch den Ausstoß von Treibhausgasen – Schaden zufügt, der hat zwei Pflichten: Erstens muss er sofort aufhören, die Probleme zu erzeugen. Zweitens hat er Schadensersatz zu leisten.Dies ist die zentrale Aussage der Klima-AUSBADE-Kampagne von GERMANWATCH. In den nächsten Monaten geben wir vier GERMANWATCH-Zeitungen heraus, die dieses Thema umkreisen. 

In der Ihnen vorliegenden Ausgabe steht die Pflicht zur Verringerung von Treibhausgasen im Vordergrund. Es kann nicht sein, dass mit Hilfe westlicher Konzerne auf einer philippinischen Insel der Einstieg in den klimafeindlichsten Energieträger, die Kohle, geplant wird, wenn es kostengünstige und klimaverträgliche Alternativen gibt. GERMANWATCH gehört zu den lokalen und internationalen Initiativen, die eine umwelt- und sozialverträgliche Alternative auf die Beine stellen wollen. 

Angesichts der schnell ansteigenden Zahl der Klimaopfer und -schäden steht die für die Kampagne zentrale Frage “Wer haftet für die Klimaschäden?” im Zentrum der zweiten Zeitung. Die dritte Kampagnen-Zeitung diskutiert die zunehmenden Risiken des globalen Klimawandels für die Ernährungslage und Trinkwassersituation in wichtigen Teilen dieser Erde – allen voran in Afrika. In der vierten Zeitung schließlich gehen wir der Frage nach, ob und inwieweit die Finanzmärkte nach dem hoffentlich bis dann gesicherten Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls die Klima- und Kohlenstoffrisiken bei ihren Investitionen stärker als bisher berücksichtigen werden. 

Es geht nicht, dass sich die Verantwortlichen des menschgemachten Klimawandels im Norden und in den reichen Inseln des Südens ihrer Verantwortung entziehen. Wer die Menschheit zum Spielball eines globalen Experiments macht, muss auch für die Konsequenzen gerade stehen. Um die Unabhängigkeit und Schlagkraft der Kampagne zu unterstützen, brauchen wir Ihr Engagement und Ihre finanzielle Unterstützung. Werden Sie zur Klima-Kampagnera oder zum Klima-Kampagnero! 

Herzlichst 

Christoph Bals

 

Impressum

Herausgeber: Germanwatch e.V.
Redaktion: 
Dörte Bernhardt (V.i.S.d.P.), Britta Horstmann.
Stand: Mai 2002

Diese Ausgabe wurde gefördert durch das Landesamt für Entwicklungszusammenarbeit Bremen und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz).

 

Zuletzt geändert

Themen

Weitblick Artikel

Emissionshandel

Chemische Industrie will Emissionshandel zersetzen

Chemische Industrie will Emissionshandel zersetzen Die deutsche chemische Industrie hat, angetrieben von der BASF, Bundeskanzler Schröder zum Präsidenten der EU-Kommission Prodi geschickt, um gegen den Richtlinienentwurf der EU-Kommission für ein europäisches Emissionshandelssystem zu protestieren. Dies war…