Fressende Kühe

Die EU-Agrarpolitik hat Auswirkungen auf Klima und Entwicklung weltweit. Sie muss ihrer internationalen Verantwortung gerecht werden, indem sie eine nachhaltige Landwirtschaft und das Recht auf Nahrung in den Ländern des Südens fördert und zu einem positiven Faktor für den Klimaschutz wird.

Aktuelles zum Thema

Publikation
13.10.2015
Cover Milchmarkt und Exporte
Das Auslaufen der EU-Milchquote und die Milcherzeugung und -exporte in Deutschland und der EU

Agrarpolitik und Milchwirtschaft in Deutschland und der Europäischen Union setzen auf Exporte für den Weltmarkt, um weiteres Wachstum im Milchsektor zu ermöglichen. Standardisierte Massenprodukte wie Milchpulver und Molkepulver machen allerdings über 60 Prozent der Exporte aus. Hier findet der Wettbewerb vor allem über den Preis statt. Deshalb lassen sich Erzeugerpreise, die eine bäuerliche Milchwirtschaft mit Ihren Vorteilen für ländliche Entwicklung, biologische Vielfalt und Tourismus erfordert, mit dieser Strategie nur in Ausnahmefällen erzielen...

Meldung
01.10.2015
Offener Brief zur Milchkrise an Bundesagrarminister Schmidt, S.2
21 Organisationen warnen Agrarminister Schmidt mit offenem Brief vor Strukturbruch in der Milcherzeugung

Ein halbes Jahr nach dem Auslaufen der Milchquote, die die Erzeugung in der Europäischen Union 30 Jahre lang begrenzte, bewegen sich die Preise nahe eines historischen Tiefstands. Anlässlich der Agrarministerkonferenz in Fulda fordert Germanwatch gemeinsam mit 20 Bauern-, Entwicklungs- und Umweltverbänden Bundesagrarminister Christian Schmidt zum Handeln auf: Die Regierung muss Maßnahmen verabschieden, um die ruinösen Preise zügig wieder auf ein kostendeckendes Niveau zu heben. Sonst droht ein verheerender Strukturbruch.

Weitblick
29.09.2015
Weitblick

Die negativen Wirkungen der industriellen Tierhaltung, die krisenhafte Situation auf dem europäischen Milchmarkt, der anhaltende Skandal der Verschwendung von Lebensmitteln, der steigende Verlust von fruchtbaren Böden, tropischem Regenwald und Artenvielfalt – die Themen dieses Weitblicks machen die wachsenden Probleme des gegenwärtigen Systems von Landwirtschaft und Ernährung in der EU und weltweit deutlich.

Meldung
09.04.2015
Plakat 10 Milliarden
Neuer Film von Valentin Thurn stellt die richtigen Fragen zur Welternährung

Wie können, wie sollen wir uns richtig ernähren? In den letzten Jahren wird dieses Thema immer wieder intensiv diskutiert. Dabei geht es um die eigene Gesundheit, den Tierschutz, die Umweltprobleme in der Landwirtschaft, das Leben auf dem Land bis zu Klimaschutz und Welthunger.

Weitblick
09.10.2014
Weitblick

„Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich“, sagte Mark Twain. Leider, manchmal. Zum Beispiel jetzt, da die EU-Kommission und das deutsche Wirtschaftsministerium Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA verhandeln. Wieder schwärmen Befürworter von neuen Exportchancen und Wachstum für die Wirtschaft. Ähnlich salbungsvoll rief die Welthandelsorganisation 2001 ihre letzte Verhandlungsrunde ins Leben, schloss sie aber – aus guten Gründen – nie ab.

Pressemitteilung
01.10.2014
Pressemitteilung
Neuer EU-Kommissar muss verantwortungsvolle Milchpolitik umsetzen

Am Donnerstag wird sich Phil Hogan, der designierte europäische Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, in einer offiziellen ersten Anhörung den Fragen von EU-Parlamentariern stellen. Aus diesem Anlass fordert ihn eine Koalition von Nichtregierungsorganisationen auf, sich für eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft einzusetzen. Die Kommission müsse aufhören, wie bisher überwiegend die Agrarindustrie zu unterstützen, so die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM), das European Milk Board (EMB), Germanwatch und Misereor.

Pressemitteilung
26.05.2014
Pressemitteilung
Germanwatch fordert konsequente Politik für sozial, ökologisch und ökonomisch starke EU, um Populisten das Wasser abzugraben

Als klaren Auftrag für die Politik interpretiert Germanwatch das Ergebnis der Europawahl. "Die Wahl hat deutlich gezeigt, dass die Menschen nicht Spielball eines ungezügelten Kapitalismus sein wollen", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation. "Das Wahlergebnis sollte ein Weckruf an alle sein, die die Macht von Unternehmen gegenüber der Rolle der Politik und der Menschen weiter ausbauen wollen - etwa in den geplanten Handelsabkommen mit den USA und Kanada."

Publikation
06.05.2014
Cover EU-Wahlpapier 2014
Was die anstehende Wahlentscheidung für die Zukunft der EU bedeutet – und was Germanwatch vom neuen Europäischen Parlament erwartet

Bis zum 25. Mai können in der EU – der zweitgrößten Demokratie nach Indien – 375 Millionen Europäerinnen und Europäer ihr Wahlrecht wahrnehmen. Und das sollten sie auch tun, davon ist Germanwatch überzeugt. Denn diese Europawahl entscheidet maßgeblich darüber mit, ob die EU den politischen Willen organisieren kann, eine an Nachhaltigkeit und Zukunftschancen orientierte gestaltende Rolle zu spielen.

Pressemitteilung
17.01.2014
Pressemitteilung
Ankündigung von EU-Agrarkommissar Ciolos ist an Bedingungen für Handelsabkommen gebunden

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat bei seiner gestrigen Eröffnungsrede zur Grünen Woche in Berlin angekündigt, dass die EU landwirtschaftliche Exporte nach Afrika in Zukunft nicht mehr subventionieren will. Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch begrüßt Ciolos' Schritt, bewertet ihn allerdings als zu zaghaft. Insbesondere die von Ciolos vorgenommene Verknüpfung mit den gerade verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen ist eine große Einschränkung.

Pressemitteilung
10.10.2013
Pressemitteilung
Trendanalyse zur globalen Ernährungssicherung: Germanwatch fordert vor dem Welternährungstag Wende in der Landwirtschaftspolitik

Die Risiken für die Ernährungssicherheit weltweit nehmen zu - und die europäische und deutsche Landwirtschaftspolitik hat großen Anteil daran. Zu diesem Schluss kommt die neue "Trendanalyse zur globalen Ernährungssicherung" der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch. "Wir sind weit entfernt von einer Entspannung der Lage, wie sie der neue Jahresbericht der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO suggeriert", betont Dr. Klemens van de Sand, Autor der Studie und Germanwatch-Vorstandsmitglied.