30 Jahre Gerechtigkeit gemeinsam gestalten.

Collage 30 Jahre Germanwatch

 

Wir schauen auf 30 Jahre zurück, in denen wir uns einen festen Platz in der deutschen zivilgesellschaftlichen Landschaft erarbeitet haben – so mancher Meilenstein in der Klima- und entwicklungspolitischen Struktur-Politik wäre ohne Germanwatch später oder vielleicht auch gar nicht erreicht worden. 

30 Jahre Gerechtigkeit gemeinsam gestalten

Germanwatch war und ist eine Organisation, die oft leise und im Hintergrund, aber immer mal wieder auch laut und ganz prominent Impulse setzt. Aus der ursprünglichen eng definierten Nord-Süd-Ecke sind wir längst herausgewachsen. Mit unseren Teams decken wir elementare Themen der globalen Gerechtigkeit und des Umweltschutzes ab – mit viel detailliertem Fachwissen und in gewachsenen sowie vertrauensvollen Verbindungen zu Entscheidungsträger_innen, aber auch in innovativen Bündnissen. Vor allem aber haben wir das große Ganze nie aus dem Blick verloren und können unsere Fachexpertise zusammenfügen, Themen vernetzt denken und Anknüpfungspunkte bieten. In Zeiten sich zuspitzender, interdependenter Krisen und vor dem Hintergrund der notwendigen zügigen sozial-ökologischen Transformation eine wichtige Eigenschaft.


Erfolge & Meilensteine aus 30 Jahren

Erfolge & Meilensteine aus 30 Jahren

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Die nächsten 30 Monate im Blick – mit positiven Visionen, Mut und Möglichkeiten zur Partizipation.

Unsere Beharrlichkeit hat sich gelohnt! Seit der Gründung von Germanwatch 1991 haben wir viel erreicht. Die Auswahl der Erfolge & Meilensteine zeigt beispielhaft die Vielfalt und Wirksamkeit unseres Engagements.
 


Die nächsten 30 Monate im Blick – mit positiven Visionen, Mut und Möglichkeiten zur Partizipation.

Mit 30 werden wir gebraucht wie selten zuvor. Denn in den nächsten 30 Monaten werden entscheidende Weichenstellungen erfolgen.

  • Bei zentralen Globalen Entwicklungszielen für den Schutz unserer Lebensgrundlagen (Biodiversität und Klima) sowie der Kluft zwischen Arm und Reich hat sich seit 2015 das Problem deutlich vergrößert, nicht verringert. Die Zeit für den ernsthaften Einstieg in den notwendigen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft läuft davon.
     
  • Deutschland hat gerade ein schlechtes Zeugnis ausgestellt bekommen – die angekündigten grünen Wiederaufbauprogramme sind überwiegend nicht grün. Zugleich widersetzt sich vor allem das Wirtschaftsministerium mit der Taxonomie einen ernsthaften Prüfmaßstab zu etablieren, der "Green Washing" vermeiden könnte.
     
  • Im neuen Koalitionsvertrag und auf EU-Ebene gilt es in den nächsten drei Jahren die Rahmensetzungen für den grundlegenden Umbau von Wirtschaft, Landwirtschaft und Finanzmarkt auf den Weg zu bringen.
     
  • Das vom Bundestag verabschiedete Lieferkettengesetz hat noch Lücken. Nun gilt es, in Europa ein noch wirkungsvolleres auf den Weg zu bringen. Germanwatch setzt sich auf EU-Ebene für eine starke Regelung zum Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein – entlang der gesamten Lieferkette.
     
  • Mit unserem Bildungsansatz, der nicht nur den ökologischen Fußabdruck verringern will, sondern dafür motiviert, den Handabdruck (Handprint) für die notwendigen transformativen Schritte zu vergrößern, zeigen wir, wie Werte nicht nur beschworen, sondern umgesetzt werden können. Ohne solch engagiertes Handeln werden viele heute in Deutschland selbstverständliche Grundrechte durch eine Krisenkaskade in absehbarer Zeit unter Druck kommen. Dagegen setzen wir positive Visionen, Mut und Möglichkeiten zur Partizipation.

All dies muss gestaltet werden vor dem Hintergrund einer noch nicht an ihr Ende gekommenen Pandemie, die unser Leben auf den Kopf gestellt hat – damit ist sie Chance und Risiko zugleich. Eine massive Chance, die disruptiven Veränderungen der letzten Monate für einen Pfadwechsel zu nutzen. Aber auch ein Risiko, wenn die Bereitschaft zum Wandel – von den Wideraufbauprogrammen, bis hin zu den demnächst von der EU vorgelegten klimapolitischen Umbauprogrammen für alle Sektoren – jetzt eher schrumpft.

Wir sagen Danke!


Wir sagen Danke!

Im Namen des gesamten Vorstands, der Geschäftsführung und der Mitarbeiter_innen möchten wir uns herzlich bei Ihnen für Ihre oft schon langjährige Unterstützung und Ihr Interesse an der sozial-ökologischen Transformation bedanken. Lassen Sie uns auch in den nächsten, so kritischen Monaten und Jahren gemeinsam hinsehen, analysieren und einmischen – für globale Gerechtigkeit und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

>> Zum vollständigen Grußwort von Silvie Kreibiehl (Vorstandsvorsitzende) und Christoph Bals (Politischer Geschäftsführer)


 

Treffen der Generationen

"Treffen der Generationen"

Was kommt dabei heraus, wenn man ein Germanwatch-Urgestein mit einer Vertreterin der Generation "FridaysForFuture" an einen virtuellen Tisch setzt, um über Germanwatch zu sprechen? Im kurzweiligen Video erfahren Sie, was es mit dem Entwicklungsland Deutschland auf sich hat, wo Germanwatch hinschaut und wie es überhaupt zu dem Namen kam. Und Kühe spielen auch eine Rolle...


30 Jahre Germanwatch. 30 Fragen & Antworten.

Haben Sie eigene Fragen an uns? Was wollten Sie immer schon von Germanwatch wissen?
Schicken Sie Ihre Frage an:
info@germanwatch.org
Die spannendsten Fragen & Antworten werden wir im Rahmen des Jubiläumsjahres an dieser Stelle veröffentlichen.

Andere über uns

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Germanwatch gehört zu den deutschen Nichtregierungs-Organisationen, die in der klimapolitischen Debatte national und international führend sind. Bei der Entwicklung sowohl einer Strategie zur Verminderung der Treibhausgasemissionen als auch von Konzepten zur Anpassung an den Klimawandel hat Germanwatch die Diskussion wesentlich mitgestaltet. Germanwatch kann auch weiterhin mit meiner persönlichen Unterstützung rechnen.

Dr. Klaus Töpfer
Bundesumweltminister (1987-1994), Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (1998-2006)


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Germanwatch macht eine ganz wichtige Arbeit, um mit Sachverstand die Klimapolitik in Deutschland voranzubringen. Das ist höchste Zeit. Als Arzt wird mir immer klarer: Gesunde Menschen gibt es nur auf einem gesunden Planeten. Wir müssen nicht „das Klima“ retten, sondern uns. Dabei hat Deutschland die allerbesten Voraussetzungen, Vorreiter dieser Transformation zu sein. Deshalb arbeite ich so gerne mit den Pionieren von Germanwatch zusammen.

Dr. Eckart von Hirschhausen
Moderator, Arzt, Kabarettist und Schriftsteller


VorschaubildDie ökologischen und ökonomischen Realitäten weltweit müssen zusammengedacht werden – gerade jetzt, wo wir wirtschaftliche Erholung mit der Bekämpfung der Klimakrise verknüpfen müssen. Als Klima-Kommunikationsexpertin aus Indien schätze ich die Organisation Germanwatch als Vermittlerin an der Schnittstelle zwischen den politischen Entwicklungen im Globalen Norden und den Bedürfnissen und Nuancen des Globalen Südens. Germanwatch denkt mit politischem und wissenschaftlichem Scharfsinn voraus.

Aarti Khosla
Direktorin der Organisation „Climate Trends“ und des „Global Strategic Communications Councils“ in Indien


ThumbnailEs ist ein Ausdruck großer Ungerechtigkeit, dass ausgerechnet die Menschen die Rechnung für den Klimawandel bezahlen sollen, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Daher ist das Engagement von Germanwatch, für mehr Klimagerechtigkeit in unserer Gesellschaft und der Politik einzutreten, sehr wichtig und verdient große Unterstützung.

Bjarne Mädel
Schauspieler ("Der Tatortreiniger", „Stromberg“ und Germanwatch-Film „Die Rechnung“)


ThumbnailIch wünsche mir mehr Weitblick, wenn ich sehe, was wir gerade in Europa erleben: Diese Angst vor Veränderung, die Angst vor dem Gemeinsam. Neue Nationalismen blühen auf. Veränderung ist doch das, was die Natur lebendig und evolutionär macht, was uns, den Menschen, erst hat werden lassen. Alle Lebewesen verändern sich ständig, bieten neue Lösungen an, für Welten, die es vielleicht noch gar nicht gibt. Die Natur ist ein pausenloses Ausprobieren, eine Dauerkreation. Das ist das Gegenteil von Nationalismen, das Gegenteil von sich zurückziehen. Die Natur ist expansiv, vernetzt sich immer neu. Diese Kraft der Veränderung, diesen Schritt vom Sein zum Werden, müssen wir auch in der Politik, in der Gesellschaft machen. Das heißt, sich nicht zurückziehen! Im Gegenteil, wir brauchen mehr Europa, mehr Gemeinschaft, mehr Interesse daran, was sich in unserer Umgebung tut, mehr Mut, mehr Mitmachen, mehr Gestalten.

Germanwatch ist für mich ein Mutmacher, ein Mitmacher, ein kluger Gestalter. Germanwatch zeigt Optionen für mutiges Handeln auf und trägt diese ebenso in die Zivilgesellschaft wie in die Politik. Aufklärung in Zeiten der post-faktischen Cholera!

Prof. Dr. Harald Lesch
Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist, TV-Moderator und Hochschullehrer


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