Meldung | 10.12.2018

Gemeinsames NGO-Statement zum "Responsible Sourcing position paper"

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An der Londoner Metallbörse (engl. London Metal Exchange LME) werden 14 verschiedenen Metallen aus über 60 Ländern der Erde gehandelt. Somit ist die Börse der zentrale Umschlagplatz von Metallen weltweit. Die Aktivitäten der an der LME gelisteten Unternehmen sind dementsprechend von globaler Reichweite und wirken sich auf eine Vielzahl von Menschen entlang der gesamten Rohstofflieferkette aus.

Das im Oktober 2018 veröffentlichte Positionspapier "Responsible Sourcing" der LME enthält Vorschläge und Ansätze, die die gelisteten Unternehmen zu einem verantwortungsbewussten Rohstoffabbau im Sinne der OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas anhalten soll.

Gemeinsam mit weiteren NGO, darunter Global Witness, Amnesty International und OECD Watch, begrüßt Germanwatch das Engagement der LME. Die aktuelle Fassung des Positionspapiers enthält jedoch bedeutende Mängel und reicht nicht aus, die Unternehmen zum Erfüllen internationaler Standards zu bewegen. Damit die systemischen Ungerechtigkeiten im Rahmen des Rohstoffabbaus beseitigt werden können, empfehlen wir der LME deshalb zwingend folgende Anpassungen und Verschärfungen ihres Vorschlags vorzunehmen.

Das Schreiben mit dem wir uns gemeinsam im November 2018 an die LME gerichtet haben finden sie hier auf dieser Seite als PDF.

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