Meldung | 23.01.2019

Fridays for Future - Schülerproteste gehen weiter

Meldung: FridaysforFuture

Nachdem in vielen Städten im Januar schon Schüler*innen und Student*innen für mehr Klimaschutz und gegen die Untätigkeit der Bundes- und Landesregierungen demonstriert haben, findet am kommenden Freitag parallel zur vorentscheidenden Sitzung der Kohlekommission eine Demonstration in Berlin statt. Die Schülerinnen und Schüler, die für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen, sind Teil der von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg angestoßenen, inzwischen weltweiten Bewegung Fridays for Future.

Die Schüler*innen und Student*innen sehen, dass die Klimakrise ihre Zukunft massiv bedroht. Die Treibhausgas-Emissionen steigen seit Jahren, noch immer werden Kohle, Öl und Gas abgebaut. Deswegen gehen sie freitags weder in die Schule noch in die Uni.

Informationen hier: https://fridaysforfuture.de/ - Berlin 25.1.2019 - 12:00 Uhr:  Start vor dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi, Invalidenstraße 48, Berlin), wo die Sitzung der Kohlekommission stattfindet.

In Bonn wird es am 25.1. um 18h die Fahrraddemo Critical Mass (Hofgartenwiese) und am 15. März wieder einen Schülerprotest geben, so die Webseite.

Das Engagement dieser jungen Menschen könnte der Beginn eines Aufstands der Jugend dagegen sein, durch die Klimakrise um eine lebenswerte Zukunft betrogen zu werden. Andere Menschen bemühen auf diesem Weg auch Gerichte, um ihre Grundrechte zu schützen und Klimagerechtigkeit für Betroffene des Klimawandels und kommende Generationen einzufordern. a) Huaraz "Saul gegen RWE", b) Peoples Climate Case (PCC), c) Niederlande "The URGENDA Climate Case against the Dutch Government" d) Greenpeaceklage in D) "Gemeinsam für das Recht auf Zukunft"

Ausgangspunkt für die Demonstrationen sind die Aktivitäten der Schülerin Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin bestreikt seit Monaten freitags die Schule, um für Klimaschutz zu kämpfen, der der Größe der Herausforderung angemessen ist. Sie hielt eine eindrucksvolle Rede auf der UN-Klimakonferenz in Katowice: https://www.youtube.com/watch?v=VbDnPj0G0wY

"Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?" Greta Thunberg, 16-jährige Klima-Aktivistin im Streik

Die Protestbewegung der Jugendlichen ist unabhängig und an keine Organisation gebunden und wird durch das Engagement tausender junger Menschen getragen*.

Germanwatch begrüßt und unterstützt das Engagement dieser jungen Menschen ausdrücklich. Danke an alle ganz jungen, jungen und alten Menschen, die sich auf der Straße, in ihrem privaten Bereich, beruflich, ehrenamtlich oder politisch für einen ausreichenden Klimaschutz stark machen.


*Schüler*innen wird empfohlen, die Schulleitung über ihre Teilnahme an den Demonstration zu informieren und sich vom Unterricht befreien zu lassen.

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