Meldung | 12.02.2016

Germanwatch-Ausstellung „Klima? Wandel. Wissen! Neues aus der Klimawissenschaft“ im Schulministerium NRW

Ausstellung Klimawandel im Schulministerium NRW, Bild 1

Vom 11.02.2016 bis zum 28.02.2016 ist die Germanwatch-Ausstellung „Klima? Wandel. Wissen! Neues aus der Klimawissenschaft“, die zentrale Aspekte des aktuellsten Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) in einfacher und ansprechender Form präsentiert, im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen zu sehen. Am 11. Februar wurde die Ausstellung durch die Ministerin für Schule und Weiterbildung und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, und Alexander Reif, Referent im Team Bildung für nachhaltige Entwicklung von Germanwatch, eröffnet.

Die Ausstellung wird nun etwa 2 Wochen im Ministerium für alle Mitarbeitenden des Hauses zu sehen sein und wird im Anschluss an zahlreichen Veranstaltungsorten und Bildungseinrichtungen ausgestellt.

Die Eröffnungsrede von Sylvia Löhrmann betonte, dass unser "Handabdruck" das alltägliche, berufliche und das politische Handeln, mit darüber entscheide, ob die Beschlüsse des Weltklimagipfels in Paris vom Oktober 2015 umgesetzt werden können.

Der Landtag in NRW hat Ende Januar die Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung verabschiedet und zielt auf eine strukturelle Verankerung von BNE in allen Bildungsbereichen ab. Die Ministerin griff auch diesen wichtigen Schritt für NRW auf.

Alexander Reif betonte die wichtige Verankerung von BNE in allen Aus- und Weiterbildungsgängen und den gelungenen breiten Ansatz von BNE  in der Landesstrategie. Der Strategie fehle jedoch die Perspektive über die Bildungsbereiche hinaus. Das zweite Standbein des Umsetzungsplans des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung sei noch ausbaufähig, nämlich die Stärkung und das Ankoppeln von BNE überall dort, wo nachhaltige Entwicklung bereits in der Praxis stattfindet, z.B. in Forschung, Projekten, Politiken, Programmen und konkreten Aktivitäten.

Noch stärker müssen in Zukunft auch Strukturen für wirksamere Jugendpartizipation geschaffen werden, um die Umsetzung von BNE gemeinsam mit SchülerInnen und Jugendlichen an den unterschiedlichen Lernorten zu gestalten.  Jugendliche müssen durch BNE ermutigt und befähigt (empowered) werden die ökologischen und sozialen Leitplanken der Gesellschaft auf allen Ebenen, bzw. auf den für sie jeweils aktuellen Ebenen mitgestalten zu können. Nicht-nachhaltige Lebensstile und Energienutzungs- und Wirtschaftsformen vor allem hier in NRW müssen verändert und zu Zukunftschancen umgebaut werden.

Auch zeigt die aktuelle Flüchtlingssituation unmissverständlich, dass die Nachhaltigkeitsdebatte eine breitere Perspektive einnehmen muss, welche die globalen Krisen und ihre Zusammenhänge verknüpft betrachtet. Dabei sind Flucht und Migration gemeinsam mit den jetzt schon spürbaren und in Zukunft stärkeren Folgen des Klimawandels, von Ressourcenausbeutung, westlichen Konsummustern und nicht nachhaltigen Wirtschaftsmodellen zu betrachten und die Ursachen von gezwungener Migration in all ihren Formen zu diskutieren. Es geht aber nicht nur um Fluchtursachen und Problembewältigung, sondern auch um eine ehrliche Debatte über die Chancen von Migration und die Chancen für eine Transformation hin zur Nachhaltigkeit: Chancen für Geflüchtete und MigrantInnen, Chancen für die Herkunftsregionen und Chancen für die Ankunftsregionen. Diese Perspektive wird Germanwatch in Zukunft unter dem Stichwort "Migration und Transformation" noch stärker in den Kern der BNE-Arbeit rücken. Dabei ist es wichtig, jungen Menschen Mut zu machen, diese Herausforderungen anzugehen, ihnen ihre Ängste zu nehmen und mit ihnen gemeinsam den notwendigen Wandel zu wagen und mitzugestalten.

Auf Bundesebene arbeitet Germanwatch im Bündnis ZukunftsBildung für die strukturelle Verankerung und Umsetzung von BNE.

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