Meldung | 23.09.2015

Germanwatch-Stellungnahme zum Arbeitsentwurf des BMUB für ein Deutsches Ressourceneffizienzprogramm

Fortschrittsbericht 2012-2015 und Fortschreibung 2016-2019
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"Wir unterstützen den Entwurf des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) für eine Fortschreibung des deutschen Ressourceneffizienzprogramms, weil wir es für zentral halten, mit den vorhandenen Ressourcen ökologisch und sozial nachhaltig umzugehen. Wir begrüßen sehr, dass der Entwurf Maßnahmen der Rohstoffstrategie an die UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte koppeln will und soziale Aspekte stärker als ProgRess I berücksichtigt. Wir unterstützen auch Ziele und Maßnahmen, die eine Kreislaufwirtschaft befördern. Nach unserer Einschätzung sind dabei jedoch wichtige Aspekte – etwa die Berücksichtigung des Dienstleistungs- und Produktdesigns sowie eine Stärkung von Wiederverwendung und Reparatur - noch zu schwach angelegt.
 
Auch wenn der Indikator RMC/Kopf bereits ein wichtiger Fortschritt ist, geht er noch nicht weit genug. Unser gesamter Rohstoffverbrauch muss pro Kopf gemessen werden. Der ökologische Fußabdruck kommt aber selbst durch den Rohstoffverbrauch pro Kopf alleine nicht zum Ausdruck. Deshalb ist es wichtig, darüber hinaus den gesamten ökologischen Fußabdruck zu erfassen. Mit der Umsetzung der Sustainable Development Goals, zu denen sich Deutschland noch in diesem Monat international verpflichten wird, wird dies zum Kriterium, das Deutschland – auch in seiner Nachhaltigkeitsstrategie – verankern muss.
 
Zu den spezifischen Inhalten von ProgRess haben wir – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – folgende Rückmeldung gegeben (siehe PDF)."

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