Publikation
02.04.2020
Deckblatt des Zwischenberichts
Gemeinsame Stellungnahme von CorA-Netzwerk, DGB, Forum Menschenrechte, TI Deutschland, VENRO und vzbv

Anfang März 2020 hat die Bundesregierung endlich den Zweiten Zwischenbericht vorgelegt, mit dem sie den Umsetzungsstand der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht unter großen deutschen Unternehmen untersuchen lässt. Schon zuvor war bekannt geworden, dass nicht einmal ein Fünftel der befragten Unternehmen die Vorgaben des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) erfüllt. Dieser Wert bleibt klar hinter der Zielmarke von 50 Prozent zurück, die die Bundesregierung aufgestellt hatte. Dabei ist aus mehreren Gründen davon auszugehen, dass das eigentliche Ergebnis noch geringer ausfällt.

Pressemitteilung
02.04.2020
Pressemitteilung
Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, kommentiert die Verschiebung der Weltklimakonferenz wegen der Corona-Krise:

"Die globale Bekämpfung der Pandemie und das Retten von Menschenleben müssen nun im Mittelpunkt stehen. Wir halten die Entscheidung daher für richtig, die ursprünglich für November 2020 angesetzte Weltklimakonferenz COP26 auf 2021 zu verschieben und die Zwischenverhandlungen in Bonn vermutlich in der ersten Oktoberhälfte dieses Jahres durchzuführen. Der konkrete neue Termin für die COP26 ist noch nicht beschlossen. Hoffentlich ist ein Termin im Frühjahr 2021 möglich, das würde die Nachbesserung der Klimaziele und -pläne sowie der internationalen Klimafinanzierung nicht stark verzögern.

Blogpost
31.03.2020
Antibiotikamissbrauch - Tiere Menschen Rechte
Antibiotika wirken nicht gegen Viren wie Corona, gebraucht werden sie trotzdem wegen der vielen Sekundärinfekte bei Corona-Patient*innen

Das Coronavirus ist – wie der Name schon sagt – ein Virus, dagegen helfen Antibiotika nicht. Doch die allermeisten Corona-Patient*innen in Krankenhäusern erkranken zusätzlich auch noch an Infektionen durch Bakterien und erhalten aus diesem Grund Antibiotika. Wenn es schon kein wirksames Medikament gegen das Coronavirus gibt, so ist es umso wichtiger, dass wenigstens Antibiotika ihre Wirksamkeit gegen Krankheitserreger behalten. In Deutschland werden unterdessen mehr als die Hälfte aller Antibiotika nicht bei kranken Menschen, sondern in der industrialisierten Tierhaltung eingesetzt. Je größer die Massentierhaltung, desto mehr Antibiotika bekommen Hühner und Schweine. Das trägt dazu bei, dass Krankheitserreger resistent werden gegen Antibiotika und dass sich die Resistenzgene ausbreiten können. Germanwatch fordert von der Bundesregierung, jetzt strenge Regeln gegen Antibiotikamissbrauch im Stall zu erlassen und damit die Ausbreitung antibiotikaresistenter Erreger entschieden und beherzt zu bekämpfen.

Meldung
31.03.2020
Banner #tatenfueralle
Social-Media-Kampagne macht Engagement sichtbar

Mit Ihren #tatenfueralle setzen Sie sich für eine nachhaltige und solidarische Gemeinschaft in Zeiten der Corona-Krise ein? Sie möchten Ihr Engagement bekannt machen und/oder sich mit Mitstreiter*innen vernetzen?

Das RENN-Netzwerk unterstützt Akteur*innen, die sich aktuell für von der Krise betroffene Menschen stark machen und konkrete Unterstützungsangebote bieten, indem es ihre Projekte öffentlich bekannt macht und sie gezielt mit Unterstützer*innen vernetzt.

KlimaKompakt
31.03.2020
Header KlimaKompakt

Die wachsende Klimakrise wird weltweit sichtbar, alle Länder und Regionen sind betroffen. Dennoch sind es die besonders verletzlichen Menschen in den am stärksten betroffenen Ländern, die am meisten unter den Klimaveränderungen leiden. Der steigende Meeresspiegel und die daraus resultierende Versalzung von Frischwasser und landwirtschaftlichen Böden zählen zu den diversen Klimafolgen, die ursprüngliche Lebensräume für Menschen unbewohnbar machen. Hinzu kommen die sehr eingeschränkten Kapazitäten vieler armer Länder, sich an diese Folgen anzupassen und – wo nötig – mit entstandenen Schäden und Verlusten umzugehen. Viele Menschen stellt das vor existenzielle Herausforderungen: Durch Klimafolgen, Grenzen der Anpassung und fehlende Kapazitäten (und Unterstützung) werden sie aus ihrer Lebensumgebung vertrieben und zur Migration gezwungen. Ihre Situation ist von Region zu Region unterschiedlich. Bezüglich ihres Status, ihrer Rechte und ihrer Unterstützung gab es aber seit 2018 wichtige Entwicklungen.

Blogpost
30.03.2020
Kläger*innen

Wer die Grundrechte von Individuen durch den Ausstoß von Treibhausgasen schädigt, hat eine doppelte rechtliche Pflicht: Zum einen, diese Schädigung einzustellen, sodass die (Grund-)rechte anderer nicht untergraben werden. Zum anderen, müssen VerursacherInnen für den Schutz der Gefährdeten und dennoch auftretende Schäden aufkommen. Um diese rechtlichen Pflichten in Deutschland und auf internationaler Ebene durchzusetzen, unterstützt Germanwatch drei Klimaklagen.

Meldung
26.03.2020
Antibiotikamissbrauch - Tiere - Menschen Rechte
Unterstützen Sie Germanwatch: für einen Wandel in der Tierhaltung und den Erhalt wirksamer Antibiotika.

Gerade in der Corona-Krise brauchen wir wirksame Antibiotika bei Sekundärinfektionen. Industrielle Tierhaltungen verbrauchen 700 t Antibiotika für „gesunde“ Tiere. Jedes 2. Hähnchen im Supermarkt ist mit resistenten Erregern kontaminiert. Germanwatch engagiert sich für einen grundlegenden Wandel in der Tierhaltung: Wir wollen eine Landwirtschaft mit Respekt vor Tieren, Gesundheit, Ökologie und sozialer Gerechtigkeit weltweit voran bringen und den missbräuchlichen Einsatz von Antibiotika bekämpfen.

Meldung
26.03.2020
Germanwatch Logo
im Germanwatch-Team Öffentlichkeitsarbeit, Spender- und Mitgliederservice in Bonn

Germanwatch ist eine unabhängige Umwelt- und Entwicklungsorganisation, die sich seit 1991 für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen einsetzt. Wir arbeiten politisch und gesellschaftlich u.a. zu den Themen Klimawandel, Welternährung und Unternehmensverantwortung. Mit unseren über 1.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen kommunizieren wir regelmäßig u.a. über unser Magazin EINBLICK und mit unserem E-Mail-Newsletter. Die finanzielle Grundlage des Vereins bilden Spenden und Mitgliedsbeiträge, welche ein Vielfaches an Projektmitteln ermöglichen. Deshalb wollen wir diesen Bereich strategisch weiterentwickeln, mit einem besonderen Fokus auf das internetbasierte Fundraising. Hierfür suchen wir eine Person, die entweder parallel an einer einschlägigen Fortbildung oder Ausbildung teilnimmt oder in diesem Bereich den Berufseinstieg sucht.

Pressemitteilung
25.03.2020
Pressemitteilung
Germanwatch: Nachtragshaushalt wichtiger erster Schritt zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise und zur Stärkung des Gesundheitssystems - aber Große Koalition darf Fehler aus der Zeit der Finanzkrise nicht wiederholen

Germanwatch begrüßt die heutige Verabschiedung des Nachtragshaushalts durch den Bundestag als wichtigen ersten Schritt zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: „Dass die Bundesregierung kurzfristig Soforthilfen zur Entlastung der Menschen und Unternehmen bereitstellt und dafür auch die schwarze Null aufgibt, ist richtig. Der demokratische Staat zeigt, dass er als Schutzgarant für die Menschen bereitsteht.“ Gleichzeitig mahnt Bals jedoch, bei den in der Folge anstehenden Konjunkturprogrammen auf nationaler und europäischer Ebene nicht die Fehler der Finanzkrise 2008/2009 zu wiederholen. „Wir dürfen nicht eine exponentiell anwachsende Krise bekämpfen, indem wir eine andere exponentiell wachsende Krise - die Klimakrise - befeuern."

Meldung
22.03.2020
Bild: Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, im Dialog
Christoph Bals im Gespräch mit Dieter Kassel auf Deutschlandfunk Kultur (20.03.2020)

Kurzfristig entlastet die Coronakrise zwar die Umwelt, hat aber keinen langfristigen Effekt für den Klimaschutz, warnt Christoph Bals von Germanwatch. [...] Sorge bereitet Bals, dass es in Deutschland, in Europa, aber auch weltweit Akteure gebe, die mit der fossilen Wirtschaft eng verbunden seien und die Coronakrise dazu nutzen wollten, um den Klimaschutz auszuhebeln. „Das wäre in der Tat absolut schrecklich für die Zukunft des Klimaschutzes“, so Bals. „Wir müssen diese starke Kurve nach oben umdrehen in eine Kurve nach unten, und zwar deutlich nach unten. Ansonsten haben wir keine Chance, die Klimaziele, die zur Abwendung und Eindämmung der Klimakrise notwendig sind, auch so umzusetzen oder zu erreichen."