Desertec and Human Development at the Local Level in the MENA-Region

Studie

Desertec and Human Development at the Local Level in the MENA-Region

A human rights-based and sustainable livelihoods analysis

Cover Desertec

Die angepeilte Energiepartnerschaft zwischen der Europäischen Union, dem Mittleren Osten und Nordafrika, wie sie im Rahmen des DESERTEC-Konzepts versucht wird, stellt einen wichtigen Ansatz dar, Fragestellungen von Klima-, Energie- und Ernährungssicherheit im Kontext solartermischer Großkraftwerke in Nordafrika zu adressieren.

Durch einen zu einseitigen Fokus auf die technische und ökonomische Machbarkeit, bei gleichzeitiger Missachtung lokaler Menschenrechte, Bedürfnisse, Erwartungen und Vorbehalte, besitzt DESERTEC hingegen durchaus das Potenzial, die Problemkaskaden, die sich im Zusammenhang von Klima-, Energie- und Wassersicherheit ergeben, erheblich zu verstärken.

Eine Möglichkeit, die sich aus dem DESERTEC-Konzept ergebenden Risiken zu vermindern und die Chancen, gerade für die lokale Bevölkerung im MENA-Raum, zu fördern und somit eine nachhaltige Entwicklung der Region zu gewährleisten, ist die Formulierung von Nachhaltigkeitsanforderungen an das DESERTEC-Konzept.

Vor diesem Hintergrund hat Germanwatch zusammen mit Brot für die Welt die Studie "Desertec and Human Development at the Local Level in the MENA-Region - A human rights-based and sustainable livelihoods analysis" erstellt. Die beiden Autoren Boris Schinke und Jens Klawitter erarbeiten darin die potenziellen Auswirkungen des DESERTEC-Konzepts auf die Lebensbedingungen, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung der lokalen Bevölkerung der afrikanischen Mittelmeerstaaten.

Basierend auf der Analyse und ausgehend von der Frage negative Auswirkungen zu minimieren und positive Wirkungen zu maximieren, stellt die Studie einen ersten Vorschlag sozialer Nachhaltigkeitsprinzipien vor, durch die sich DESERTEC zu weit mehr als einem reinen Energieinfrastrukturprojekt entwickeln und seines entwicklungspolitischen Potenzials gerecht werden könnte.

AutorInnen
Boris Schinke, Jens Klawitter
Seiten
52
Schutzgebühr
2,00 EUR (nur bei Bestellung)
Publikationsdatum
10/2011