Pressemitteilung | 11.12.2018

Wichtige Zusage für den Anpassungsfonds - nun muss Deutschland beim Klimaschutz aufholen

Germanwatch kommentiert die Rede von Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei der COP24
Pressemitteilung

Katowice (11. Dez. 2018). Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: "Umweltministerin Schulze ist hier mit einer schweren Hypothek vor die Weltöffentlichkeit getreten: Deutschlands Emissionen sind seit neun Jahren nicht gesunken, ein Sofortprogramm zum Klimaschutz und ein Fahrplan zum sozialverträglichen Kohleausstieg bis etwa 2030 liegen noch immer nicht vor. Es ist gut, dass die Ministerin diesen Rückstand anerkannt hat. Im kommenden Jahr muss endlich gehandelt werden: Mit Ergebnissen der Kohlekommission, die im Einklang mit den Pariser Klimazielen stehen, mit dem Einstieg in die Verkehrswende und mit einem verbindlichen Klimaschutzgesetz."

Deutschland müsse zudem in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass die EU zum Motor eines guten Ergebnisses dieser Konferenz wird, anstatt innerhalb der EU zu bremsen. Bals: "Die EU muss sich hier dazu verpflichten, das unzureichende europäische 2030-Klimaziel in den nächsten Monaten zu erhöhen. Ein ganz wichtiges Signal der Solidarität mit den vom Klimawandel am meisten Betroffenen ist die Zusage Deutschlands von 70 Millionen Euro für den Anpassungsfonds der Vereinten Nationen. Das ist die größte Zusage, die es für diesen Fonds je gab. Er unterstützt die besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen in armen Ländern bei konkreten Projekten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Wir begrüßen es sehr, dass Deutschland damit einen Beitrag leistet, endlich mehr Finanzierung für Anpassung zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit der vergangene Woche angekündigten Verdopplung des deutschen Beitrags zum Grünen Klimafonds kann dies dazu beitragen, dass auf der COP24 Schwung für ein ambitioniertes Ergebnis entsteht. Andere reiche Länder sollten sich daran ein Beispiel nehmen."

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