Pressemitteilung | 03.09.2018

Robuste Regeln für Umsetzung des Paris-Abkommens müssen nun erarbeitet werden

Letzte Etappe vor Klimagipfel: Germanwatch fordert deutliche Fortschritte bei UN-Verhandlungen in Bangkok / Team zur Beobachtung vor Ort
Pressemitteilung

Bangkok (3. Sept. 2018). Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch erwartet von den morgen in Bangkok beginnenden Klimaverhandlungen (bis Sonntag) deutliche Fortschritte zur Vorbereitung der Entscheidungen beim Klimagipfel im Dezember. Die knapp einwöchige Zwischenverhandlung ist das letzte Treffen der Verhandlerinnen und Verhandler vor dem UN-Klimagipfel  (COP24) in Katowice (Polen). "Robuste Regeln für das Pariser Klimaabkommen, verbesserte Klimaziele der Staaten und Unterstützung für die vom Klimawandel besonders Betroffenen in den ärmsten Ländern - das sind die wichtigsten Elemente für Katowice", sagt Rixa Schwarz, Teamleiterin für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch. Sie ist mit mehreren Kolleginnen und Kollegen in Bangkok vor Ort.

Ein seit Mai überarbeiteter, aber stellenweise noch sehr unausgegorener Textentwurf liegt als Basis für die Arbeit in Bangkok vor. Dieser Text muss als Grundlage angenommen und dann konzentriert überarbeitet werden. "Es ist noch ein gutes Stück Arbeit nötig, damit in diesem Jahr das  notwendige Regelbuch für das Pariser Abkommen verabschiedet werden kann. Dies ist die Grundlage für die Nachbesserung der Klimaziele und eine weltweit gute Umsetzung des Abkommens ab 2020", so Schwarz. „Es gilt in Bangkok keine Zeit zu verlieren und die Entwürfe zielführend weiter zu diskutieren, damit in Katowice das Regelbuch beschlossen werden kann." Diese Regeln seien sehr wichtig um sicherzustellen dass Klimaschutzbeiträge der einzelnen Staaten vergleichbar sind, Klimafinanzierung nicht mehrfach angerechnet wird und nachvollziehbar ist, welches Land wieviel zu Klimaschutz und Finanzierung beiträgt. Außerdem müsse die Unterstützung für die vom Klimawandel am stärksten bedrohten Menschen im globalen Süden verbessert werden, so Schwarz.

Es wird sich zeigen, ob die zunehmenden Anzeichen für die globale Klimakrise wie extreme  Hitzewellen und schwere Überschwemmungen in vielen Ländern der Welt zusätzlichen Druck auf die Verhandlerinnen und Verhandler ausüben. Rixa Schwarz: "Der Klimawandel ist weltweit spürbarer. Wie von Klimawissenschaftlern prognostiziert geht er an niemandem spurlos vorbei, aber die besonders Betroffenen erfahren längst nicht den nötigen Schutz. Auch hierfür muss sich der UNFCCC-Prozess besser aufstellen."

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