Sicherheit & Klima

In vielen Weltregionen werden bei ungebremstem Klimawandel Millionen von Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren - ein Konfliktpotenzial ungeahnten Ausmaßes. Germanwatch sucht aktiv nach Lösungen zur friedlichen Bewältigung - und möglichst Vermeidung - dieser Probleme.

Aktuelles                                                                                                                              
KlimaKompakt
KlimaKompakt
5. Juni 2015

KlimaKompakt Nr. 84: Naturkatastrophen und Klimawandel

In vielen Prozessen stehen 2015 wichtige Entscheidungen an: ob die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen, die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) oder die Zukunft der Finanzierung von Entwicklung. Fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit gab es im März bereits den Auftakt der Entscheidungen: in Sendai/Japan wurde das Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge beschlossen. Damit sollen die Folgen von Naturkatastrophen – Wirbelstürme, Überflutungen, Erd­beben – durch Vorbeugung ein­gedämmt werden. >> mehr
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Publikation

Klimaversicherungen: Deutschland strebt eine Initiative innerhalb der G7 an

Blog-Beitrag von Sönke Kreft, Mai 2015

Durch den Klimawandel wachsen Anzahl und Intensität von Wetterkatastrophen. Damit steigt auch die Verantwortung der reichen Länder, die den Klimawandel maßgeblich verursacht haben, konkrete Maßnahmen für Klimaschutz aber auch zur Unterstützung betroffener Länder im Umgang mit Klimaschäden zu ergreifen. Schon länger gibt es – etwa bei den UN-Klimaverhandlungen – die Forderung nach automatisch greifenden Systemen, mit denen sich verletzliche Länder und Bevölkerungsgruppen gegen die zunehmenden Wetterrisiken absichern und versichern können. Deutschland strebt nun im Rahmen der G7 eine Klimaversicherungsinitiative an >> mehr
Cover Integrated Risk Toolbox
Publikation

Die INTEGRATED RISK TOOLBOX

Ein Werkzeugkasten für den Umgang mit integrierten Risiken

Klima- und Energiepolitik stehen vor der Herausforderung, mit miteinander wechselwirkenden Unsicherheiten umgehen zu müssen. In der Risikoforschung werden solche Unsicherheiten als integrierte Risiken (integrated risks) bezeichnet. Der Risikobegriff ist in diesem Zusammenhang wertneutral und umfasst sowohl positive Zukünfte (im Fachjargon upside risks genannt) als auch negative Zukünfte (downside risks). Im Blickpunkt der Risikoforschung liegen insbesondere mögliche Synergieeffekte zwischen Risiken sowie die Fragen, wie man sinnvoll mit solchen Synergien umgeht und welche institutionellen Strukturen hierfür geeignet sind. Integrated Risk Governance ist das Forschungsfeld, in dem diese Fragen bearbeitet werden. >> mehr
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Der Fall Huaraz: ein Betroffener nimmt sein Schicksal selbst in die Hand – Kooperation im Klimaschutz ist möglich

Blog-Beitrag von Klaus Milke über seinen Besuch bei Saúl Luciano Lliuya in Peru, März 2015

Ich bin froh ihn kennengelernt zu haben. Und ich bin sehr von dem Peruaner Saúl Luciano beeindruckt. Von seiner Ruhe, seiner Nachdenklichkeit, seinem Durchblick und seiner Entschiedenheit und Klarheit. Ich habe ihn mit meiner Familie in den Hochanden der Cordillera Blanca besucht, dort wir hatten sehr intensive Begegnungen. Und wir machten eine lange, beschwerliche Wanderung zu dem Gletschersee Palcacocha auf 4.800 Meter Höhe. >> mehr
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Pressemitteilung
18. März 2015

UN schaffen in Sendai neues internationales Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge

Germanwatch erwartet neuen Druck für Klimaabkommen in Paris: Risikoverstärker Klimawandel eindämmen

Mit der Entscheidung zum Sendai Rahmenwerk 2015-30 ist die dritte Weltkonferenz zur Katastrophenvorsorge heute zu Ende gegangen. Dabei verpflichten sich die Staaten weltweit dazu, in den nächsten 15 Jahren durch Vorsorgemaßnahmen die Auswirkungen von Naturkatastrophen substantiell zu verringern. Konkret sollen sieben Ziele erreicht werden, zum Beispiel bis 2030 die Zahl der Todesfälle durch Wetterextreme, Erdbeben und Vulkanausbrüche zu senken sowie ihre volkswirtschaftlichen Schäden zu begrenzen. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
16. März 2015

Schmelzende Gletscher: Peruaner fordert von RWE Geld für Schutzmaßnahmen ein

Erstmals in Europa soll ein Unternehmen, das weltweit zu den größten Treibern des Klimawandels zählt, für den Schutz eines Betroffenen zahlen

Erstmals verlangt ein massiv von Risiken des Klimawandels Betroffener von einem der größten Treibhausgasemittenten in Europa, dass sich das Unternehmen an dringend notwendigen Schutzmaßnahmen beteiligen soll: Der Peruaner Saúl Luciano Lliuya fordert mit Hilfe seiner in der Auseinandersetzung um Klimaschäden erfahrenen Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg) von dem Energiekonzern RWE ein, sich an der Finanzierung von Schutzmaßnahmen zu beteiligen. Seinem Haus - sowie einem großen Teil der peruanischen Andenstadt Huaraz - drohen wegen eines durch die Gletscherschmelze wachsenden Gebirgssees oberhalb der Stadt eine Flutkatastrophe. >> mehr
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Innovation auf Wüstensand - Wie Germanwatch Marokko auf dem Weg in eine nachhaltige Energiezukunft unterstützt

Blog-Beitrag von Boris Schinke, März 2015

„Willkommen am Ende der Welt“ steht auf dem Schild am Ortseingang von Ouarzazate, 200 km süd-östlich von Marrakesch. Und ja, hier endet die Welt, wie wir sie kennen. Denn es zeigt sich eine andere: Auf beeindruckende Weise wird vor den Toren der marokkanischen Sahara präsentiert, wie das Überspringen von überholten Technologiemustern und der Einstieg in eine nachhaltige Energiezukunft aussehen kann. Während die Vision vom Sonnenstrom aus der Wüste in den vergangenen Jahren in Deutschland vor allem zu Streit führte, schreibt Marokko derzeit ein neues Kapitel Energiegeschichte. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
13. März 2015

Länder sollen sich besser auf Naturkatastrophen vorbereiten

Weltkonferenz zur Katastrophenvorsorge startet morgen in Japan / Germanwatch: Begrenzung des Klimawandels ist zentraler Baustein für Vorsorge

Besser auf Naturkatastrophen reagieren zu können und mehr in Vorsorge zu investieren - das sind zentrale Ziele der morgen beginnenden UN-Konferenz in Sendai (Japan). Bis Mittwoch kommen Minister und Experten aus aller Welt sowie Vertreter von internationalen Organisationen, Privatsektor und Zivilgesellschaft zusammen, um bei der 3. Weltkonferenz zur Katastrophenvorsorge ein UN-Rahmenwerk mit diesen Zielen zu beschließen. Damit soll Sendai das Hyogo-Rahmenwerk ablösen, das von 2005 bis 2015 gegolten hat. >> mehr
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Gute Ernte in schlechten Zeiten: Trotz erfolgreicher Projekte steht der Anpassungsfonds langfristig vor einer finanziellen Dürreperiode

Blog-Beitrag von Lisa Junghans und David Eckstein, Dezember 2014

Der Applaus kurz vor Ende der Klimaverhandlungen in Lima war groß: Höher als noch im Jahr zuvor sicherte Deutschland dem Anpassungsfonds (AF) vor wenigen Tagen 50 Mio. Euro zu. Das bescherte dem jetzt größten Geber des Fonds großes Lob: den Ray of the Day, eine zivilgesellschaftliche Auszeichnung für Klimaheldentaten auf der Konferenz. Einmal mehr hat Deutschland damit erheblich dazu beigetragen, dass der Fonds auch im kommenden Jahr seine wichtige und erfolgreiche Arbeit weiterführen kann. Die Fähigkeit des AF, Projekte wirksam durchführen zu können zeigen die folgenden Projektbeispiele. >> mehr
Piktogramm Juristische Anmerkungen
Meldung
5. Dezember 2014

"Klimawandel und Völkerrecht – Anmerkungen zu den „Legal Principles Relating to Climate Change“ der International Law Association"

Aufsatz von Dr. Will Frank, Germanwatch-Berater zum Thema Klimahaftung und Christoph Schwarte, Direktor der Legal Response Initiative (LRI)

Aus dem Inhalt: "Nach den von der International Law Association (ILA) im April 2014 auf ihrer Konferenz in Washington verabschiedeten „Legal Principles Relating to Climate Change“ gelten auch für das Klimarecht die allgemeinen Grundsätze des gewohnheitsrechtlichen Völkerumweltrechts. Staaten sind danach entsprechend den Anforderungen von „due diligence“ verpflichtet, sicherzustellen, dass durch Aktivitäten, die sie auf ihren Gebieten zulassen, die Umwelt in anderen Staaten nicht erheblich gefährdet wird. Dies gilt auch für Klimaschäden infolge der Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen. Staaten, die gegen diese Pflicht verstoßen, haften. >> mehr