Fleischerzeugung in Deutschland – Wie viele Tiere verträgt das Klima?

Diskussion
18.01.2017
17:00 Uhr
bis 19:00 Uhr
Fleischerzeugung in Deutschland – Wie viele Tiere verträgt das Klima?

Fleischerzeugung in Deutschland – Wie viele Tiere verträgt das Klima?

Mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft und in der Ernährung ist nötig und möglich - fordern die Wissenschaftlichen Beiräte des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in einem jüngst veröffentlichten Gutachten. Warum aber stagnieren die Bemühungen zum Klimaschutz?

Die deutsche Landwirtschaft ist für rund 12 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen (THG) verantwortlich. Zwei Drittel davon sind allein auf die Tierhaltung zurückzuführen. Weltweit sind laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) die Produktion und der Konsum tierischer Nahrungsmittel für insgesamt 14,5 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich. Dieser Anteil wird aufgrund der steigenden globalen Nachfrage bis Mitte des Jahrhunderts ansteigen.

Durchschnittlich verzehrt jede/r Deutsche im Jahr etwa 60 Kilogramm Fleisch, 233 Eier und 91 Kilogramm Milchprodukte und trägt damit direkt zum Klimawandel bei. Doch obwohl der Verbrauch von Fleisch rückläufig ist, steigt die Produktion in Deutschland durch den Export weiter an.

Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens hat Deutschland sich verpflichtet, bis zum Jahr 2050 mindestens 95 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen einzusparen. Die politische Diskussion über geeignete Maßnahmen zur Erreichung der nationalen Klimaziele wird hierzulande kontrovers diskutiert, wie etwa vor den Klimaverhandlungen in Marrakesch zu beobachten war.

Wo aber liegen Handlungsfelder für konkrete Klimaschutzpraxis in der Landwirtschaft? Welche Synergien könnten sich ergeben aus einer klimafreundlichen Landwirtschaft, der Ausdehnung des Ökolandbaus und der Überwindung der Erzeugerpreiskrise bei Fleisch und Milch?

Gemeinsam mit Podiumsgästen soll die Frage diskutiert werden, wie eine zukunftsfähige Landwirtschaft ausgestaltet sein muss und welche Voraussetzungen für einen Paradigmenwechsel in unserer Ernährung nötig sind.

Programm

16.30 Uhr Einlass

17.00 Uhr Begrüßung Dr. Christiane Averbeck (Geschäftsführerin Klima-Allianz Deutschland)

Moderation: Hanna Gersmann (Chefredakteurin zeo2)

Podiumsdiskussion mit

  • Jochen Flasbarth (Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)
  • Prof. Dr. Harald Grethe (Vorsitzender, Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz)
  • Norbert Schindler (MdB, CDU/CSU-Bundestagsfraktion)
  • Reinhild Benning (Agrarexpertin, Germanwatch e.V.)
  • Felix Domke (Referent Politik, Vegetarierbund Deutschland VEBU e.V.)

Im Anschluss Diskussion mit dem Publikum

19.00 Uhr Ausklang bei Wein und Brezeln

Anmeldungen bitte an: svenja.kuenstler@klima-allianz.de