Erdüberlastungstag

Erdüberlastungstag

Der Erdüberlastungstag beschreibt den Tag, an dem die nachhaltig nutzbaren Ressourcen eines Jahres verbraucht sind. Er wird jedes Jahr vom Global Footprint Network errechnet und verdeutlicht die ökologischen Grenzen des Planeten.
  • Der Deutsche Erdüberlastungstag 2017: Am 24. April hat die deutsche Bevölkerung rechnerisch die gesamte Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihr an Biokapazität im Jahr 2017 zusteht. Dieser deutsche Erdüberlastungstag zeigt, dass wir dringend unsere Produktions- und Handelspraktiken sowie unser Konsumverhalten anpassen müssen und dass eine politische Kurskorrektur notwendig ist. In Deutschland wird die Erde vor allem durch die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und zudem durch den sehr hohen Flächenanspruch, vor allem für die Fleischproduktion, überlastet. Damit trägt die deutsche Bevölkerung ganz erheblich zur weltweiten Übernutzung bei. mehr >>
  • Der Globale Erdüberlastungstag ("Earth Overshoot Day") fiel 2016 noch einmal 5 Tage früher als im Vorjahr. Damit hatten wir unseren Ökosystemen bereits nach weniger als acht Monaten mehr Holz, Pflanzen, Futtermittel, Fisch & Nahrungsmittel entnommen, als in unseren Fischgründen, Wald-, Weide- und Ackerflächen jährlich generiert werden können. Hinzu kommen die Treibhausgase, von denen die Menschheit bereits mehr in die Atmosphäre ausgestoßen hat, als ansatzweise von den natürlichen Kreisläufen aufgenommen werden können. Die Folgen davon sind deutlich spürbar und vielen bekannt: der Rückgang der Artenvielfalt, der voranschreitende Klimawandel, schrumpfende Wälder, Überfischung, Müllberge...
  • Der Globale Erdüberlastungstag 2017 wird im August erwartet. Germanwatch wird auch dieses Jahr mit Aktionen, Medien- und Informationsarbeit auf den Erdüberlastungstag und seine Hintergründe aufmerksam machen.

  • Nach Berechnungen des Global Footprint Networks lebt die gesamte Weltbevölkerung derzeit (Stand August 2016) so, als hätten wir 1,6 Erden zur Verfügung. Deutlicher geht's nicht: wir errechnen jedes Jahr die Schulden, die wir bei den Ökosystemen, den künftigen Generationen und den besonders verwundbaren Menschen im Globalen Süden machen, die schon heute von den negativen Auswirkungen unseres Lebensstils betroffen sind.
  • Germanwatch ist Teil der weltweiten Kampagne Sustainable World 2050 des Global Footprint Network.

Meldungen und Publikationen

Logos Germanwatch und Inkota
Pressemitteilung
21. April 2017

Deutscher Erdüberlastungstag: Ab Montag machen wir „ökologische Schulden“

Nachhaltig nutzbare Ressourcen für dieses Jahr in Deutschland schon am 24. April aufgebraucht

Am Montag hat die Bevölkerung in Deutschland die gesamte Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihr rechnerisch in diesem Jahr zur Verfügung stünde, wenn sie nur so viel nutzen würde, wie sich im selben Zeitraum regeneriert. Der deutsche Erdüberlastungstag zeigt, wie dringend ökologische Belastungsgrenzen und umfassende Nachhaltigkeitsaspekte in die deutsche Wirtschafts- und Rohstoffpolitik einbezogen werden müssen. Der Tag verdeutlicht zudem, dass sich das Konsumverhalten hierzulande ändern muss. >> mehr
Foto Earthovershootday 2016 - 4
Meldung
8. August 2016

Erdüberlastungstag 2016 - Pressefotos der Aktion am Brandenburger Tor

Mit einer Aktion in Berlin am Morgen des 8. August 2016 forderten die Organisationen INKOTA, Germanwatch, BUNDjugend, FairBindung, KATE, PowerShift, Naturschutzjugend (NAJU) und GRÜNE JUGEND die Bundesregierung auf, sich für konkrete Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs einzusetzen. Hier stellen wir Ihnen Fotos der Aktion in Berlin zur Verfügung. Fotonachweis: Jörg Farys/www.dieprojektoren.de. >> mehr
Earth Overshoot Day 2016
Pressemitteilung
3. August 2016

Erdüberlastungstag: Am Montag ist die Erde verbraucht

1,6 Erden wären nötig, um den derzeitigen Jahresbedarf nachhaltig zu decken

Am kommenden Montag (8. August) sind die gesamten nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr verbraucht. Damit hat die Überlastung erneut zugenommen. Im Vorjahr fiel der vom Global Footprint Network berechnete Erdüberlastungstag noch auf den 13. August. Mit einer Aktion in Berlin am Montag fordern die Organisationen INKOTA, Germanwatch, BUNDjugend, FairBindung, KATE, PowerShift, Naturschutzjugend (NAJU) und GRÜNE JUGEND die Bundesregierung auf, sich für konkrete Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs einzusetzen. >> mehr
Piktogramm Information
Publikation

Hintergrund zum Erdüberlastungstag 2016

Der sogenannte Erdüberlastungstag ist der Tag, an dem die nachhaltig nutzbaren Ressourcen eines Jahres verbraucht sind. Das Global Footprint Network errechnet ihn jedes Jahr und verdeutlicht damit die ökologischen Grenzen des Planeten. Der gesamte Bedarf an nutzbaren natürlichen Ressourcen von Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Lebewesen, den die Menschen derzeit für ihre Lebens- und Wirtschaftsweise brauchen, wird der biologischen Kapazität der Erde, Ressourcen aufzubauen sowie Abfälle und Emissionen aufzunehmen, gegenübergestellt. Auf diese Weise zeigt sich, ab wann die Erde im ökologischen Defizit ist – also der Mensch mehr Ressourcen verbraucht hat, als die Erde nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Alles, was ab dem Erdüberlastungstag verbraucht wird, wächst nicht nach beziehungsweise kann von der Erde nicht aufgenommen werden. Im Jahr 2000 fiel der Erdüberlastungstag noch auf den 1. Oktober, im vergangenen Jahr war es der 13. August, in diesem Jahr ist es der 8. August. >> mehr
Logos-Germanwatch,-INKOTA-netzwerk,-BUNDjugend,-Fairbindung,-BER,-KATE
Pressemitteilung
28. April 2016

Deutscher Erdüberlastungstag: Ab morgen leben wir auf Pump

Natürliche Ressourcen für dieses Jahr in Deutschland komplett aufgebraucht

Schon morgen hat die deutsche Bevölkerung rechnerisch die gesamte Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihr an Biokapazität in diesem Jahr zusteht. Der morgige deutsche Erdüberlastungstag zeigt, dass wir dringend unsere Produktions- und Handelspraktiken sowie unser Konsumverhalten anpassen müssen und dass eine politische Kurskorrektur notwendig ist. In Deutschland wird die Erde vor allem durch die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und zudem durch den sehr hohen Flächenanspruch, vor allem für die Fleischproduktion, überlastet >> mehr
Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth mit Detlef Vangerow (MeinMacher)
Pressemitteilung
23. November 2015

Reparatur ermöglichen: Wider die Wegwerfwirtschaft!

"Runder Tisch Reparatur" übergibt Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth acht Forderungen, um die Rahmenbedingungen für Reparatur zu stärken

Steuervergünstigungen auf Reparaturen und Gebrauchtwaren sowie verbesserten Zugang zu Ersatzteilen, das sind nur einige der Forderungen des "Runden Tisches Reparatur". Anlässlich der europäischen Abfallvermeidungswoche haben heute Mitglieder der neuen Initiative ihren Forderungskatalog an Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth übergeben und dabei die überragende Bedeutung der Reparatur für eine ressourcensparende und klimafreundliche Lebensweise betont. Das breite Bündnis aus Verbraucherschützern und Wissenschaftlern, von Umweltverbänden, der reparierenden Wirtschaft, Reparaturinitiativen und der Zivilgesellschaft fordert von der Politik, die Rahmenbedingungen für die Reparatur deutlich zu verbessern. Produkte zu reparieren sei deutlich nachhaltiger als Recycling. >> mehr
Logo: Germanwatch 145px × 52px (Vorschaubild)
Meldung
23. September 2015

Germanwatch-Stellungnahme zum Arbeitsentwurf des BMUB für ein Deutsches Ressourceneffizienzprogramm

Fortschrittsbericht 2012-2015 und Fortschreibung 2016-2019

"Wir unterstützen den Entwurf des BMUB für eine Fortschreibung des deutschen Ressourceneffizienzprogramms, weil wir es für zentral halten, mit den vorhandenen Ressourcen ökologisch und sozial nachhaltig umzugehen. Wir begrüßen sehr, dass der Entwurf Maßnahmen der Rohstoffstrategie an die UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte koppeln will und soziale Aspekte stärker als ProgRess I berücksichtigt. Wir unterstützen auch Ziele und Maßnahmen, die eine Kreislaufwirtschaft befördern. Nach unserer Einschätzung sind dabei jedoch wichtige Aspekte - etwa die Berücksichtung des Dienstleistungs- und Produktdesigns sowie eine Stärkung von Wiederverwendung und Reparatur - noch zu schwach angelegt." >> mehr
Logos Organisationen zum Erdüberlastungstag 2015, Berlin
Pressemitteilung
7. August 2015

Erdüberlastungstag: Die Erde ist leer

Aktionsbündnis drängt auf Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs in Deutschland

Der globale Erdüberlastungstag ist in diesem Jahr bereits am 13. August und damit noch einmal sechs Tage früher als im Vorjahr: Ab diesem Tag sind die nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für das gesamte Jahr verbraucht. Mit einer Aktion vor dem Kanzleramt wollen Aktivist/innen von Germanwatch, INKOTA, BUNDjugend, Naturschutzjugend, FairBindung, PowerShift, der Christlichen Initiative Romero und der Kampagne Stop Mad Mining den übermäßigen Ressourcenverbrauch Deutschlands anprangern und die Bundesregierung auffordern, sich für eine zukunftsfähige und gerechte Ressourcenpolitik einzusetzen. >> mehr
LEER! Overshootday 2015 - Erdüberlastungstag 2015
Publikation

"Leer! Die nächste bitte!"

Postkarte zum Erdüberlastungstag 2015

Der globale Erdüberlastungstag ist in diesem Jahr bereits am 13. August und damit noch einmal sechs Tage früher als im Vorjahr: Ab diesem Tag sind die nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für das gesamte Jahr verbraucht. >> mehr
Logos GW Inkota BUNDjugend Fairbindung NAJU
Pressemitteilung
19. August 2014

Erdüberlastungstag in 2014 so früh wie nie: Ab heute brauchen wir Alternativen

Am 19.08.14 ist der Tag erreicht, an dem die nachhaltig verfügbaren natürlichen Ressourcen der Erde für das gesamte Jahr verbraucht sind

Anlässlich des Erdüberlastungstages (Earth Overshoot Day) am 19. August fordern das INKOTA-netzwerk, Germanwatch, BUNDjugend, Naturschutzjugend und FairBindung eine Abkehr von der Ausbeutung der Ressourcen auf Kosten künftiger Generationen. Mit einer Aktion vor der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz rufen sie heute Politiker/innen aber auch Verbraucher/innen dazu auf, über Alternativen zum derzeitigen Wachstum ohne Beachtung der Grenzen des Planeten nachzudenken. Symbolisch saugen Vattenfall, Bayer, Apple und Easyjet die Ressourcen aus einer aufblasbaren Erdkugel, bis sie platt auf dem Boden liegt. Die Aktivist/innen schreiten ein. Sie weisen darauf hin, dass es Lebensweisen gibt, die auf einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen basieren, und so auch nachfolgenden Generationen ein gutes Leben ermöglichen. >> mehr