Der Gold-Standard

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Der Gold-Standard

Emissionsmindernde Projekte können laut Kyoto-Protokoll auch in Entwicklungsländern (Clean Development Mechanism / CDM) bzw. in anderen Industriestaaten (Joint Implementation / JI) durchgeführt werden. Unter Federführung des WWF haben Umwelt- und Entwicklungsexperten sowie Wissenschaftler einen anspruchsvollen "Gold-Standard" entwickelt, der sicher stellen soll, dass die Projekte sowohl klima- als auch entwicklungspolitisch sinnvoll sind.

Germanwatch bringt gekürzt eine Einführung des WWF dazu.

"Der Gold Standard ist der erste unabhängige Qualitätsstandard für Treibhausgas-Minderungsprojekte im Rahmen des CDM und JI. Er stellt Projektentwicklern ein Instrument zur Verfügung, mit dem sichergestellt werden kann, dass im Rahmen von CDM und JI glaubwürdige Projekte mit tatsächlich positiven Umweltauswirkungen durchgeführt werden. Sie geben so den Gastländern und der Öffentlichkeit die Sicherheit, dass die Projekte neue und zusätzliche Investitionen in nachhaltige Energiedienstleistungen bewirken.

Der Gold-Standard beruht auf einem einfachen, aber strengen Beurteilungsrahmen, der folgende Kriterien erfüllt:

  • Sicherstellung der Balance zwischen hohen Umweltanforderungen und Praxistauglichkeit bei der Anwendung durch Projektentwickler und Zertifizierungsinstitutionen.
  • Direkte Kompatibilität mit den Projektzyklen von CDM und JI.
  • Einfache Verfahrensweisen, die von CDM-Projektbeteiligten, wie z.B. Projektentwicklern, Zertifizierern und örtlichen Nichtregierungsorganisationen problemlos gehandhabt werden können.
  • Globale Standards, die ohne Schwierigkeiten in unterschiedlichen lokalen und nationalen Zusammenhängen und über verschiedene Sektoren hinweg angewandt werden können.

Der Gold-Standard baut auf Empfehlungen auf, die das CDM Executive Board (...) gegeben hat. Der Gold-Standard setzt einen "Code of best practise" hinsichtlich vieler Fragen (...) und beinhaltet einige wenige zusätzliche Anforderungen, die notwendig sind, um echte Beiträge zu nachhaltiger Entwicklung in den Gastgeberländern sowie einen langfristigen Nutzen im Sinne des Klimaschutzes sicherzustellen. (...)

Was bringt der Gold-Standard?

(...) Hochwertige CDM- und JI-Projekte mit dem Schwerpunkt auf nachhaltigen Energietechnologien können durch ihre Katalysatorwirkung für die Märkte erneuerbarer Energien und Energieeffizienz  auf der Anwenderseite entfalten. Dazu gehören:

  • Direkte finanzielle Anreize für die Wettbewerbsfähigkeit von paradigmensetzenden Technologien
  • Entwicklung von unterstützenden politischen Initiativen
  • Verbessertes Verständnis und Akzeptanz für die Bedeutung und Anwendung nachhaltiger Energietechnologien
  • Verbreitung von "best-practise" Techniken
  • Stärkung lokaler institutioneller Kapazitäten, einschließlich Kreditbereitstellung, Technologieentwicklung und Ausbildung. (...)"


Quelle: www.panda.org/about_wwf/what_we_do/climate_change/what_we_do/business_industry/gold_standard.cfm

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