Schwerpunkt: G20-Gipfel in Hamburg

Weitblick

Schwerpunkt: G20-Gipfel in Hamburg

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, 

die Verabschiedung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Klimaabkommens im Jahre 2015 zeigen einen Paradigmenwechsel an. Alle Staaten der Welt haben zugesagt, nun deren Umsetzung voranzutreiben. Insbesondere die G20 als Gruppe der besonders Starken, aber gleichzeitig auch der größten Klimasünder, müssen aktiver Teil der Lösung sein.

Im Jahr der deutschen G20-Präsidentschaft hat die Bundesregierung eine besondere Verantwortung für notwendige substantielle Initiativen. Noch ist es offen, ob es gelingt, nach dem Ausstieg des US-Präsidenten Trump aus dem internationalen Klimaprozess zu einem G19-Statement zu kommen. Alle anderen Regierungen sind jetzt herausgefordert, zu zeigen, dass sie es wirklich ernst mit dem Klimaschutz meinen.

Darauf wollen wir mit unseren in diesem Weitblick dargestellten Aktivitäten als Germanwatch und auch mit der Stiftung Zukunftsfähigkeit hinwirken. Mit großer Sorge sehen wir, wie in vielen G20-Staaten die aktive Zivilgesellschaft mit Füßen getreten und mundtot gemacht wird. Deswegen muss in Hamburg die Vielfalt der hiesigen Zivilgesellschaft deutlich werden. Eine Zivilgesellschaft, die sich einerseits mit Lösungsvorschlägen zu Wort meldet und anderseits mit Forderungen und Protesten auf die Straße geht.

Klaus Milke
Vorstandsvorsitzender von Germanwatch und der Stiftung Zukunftsfähigkeit

 

Impressum

Herausgeber: Germanwatch e.V.
Redaktion: Dörte Bernhardt (V.i.S.d.P.), Daniela Baum, Klaus Milke, Gerold Kier
Stand: Juni 2017

Gefördert von der Stiftung Mercator. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei Germanwatch.

 

Bestellnummer

17-8-02

Zuletzt geändert

2/2017
Schwerpunkt: G20-Gipfel in Hamburg

Warum ich Germanwatch wichtig finde - Sir Nicholas Stern

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Der Klimawandel ist eine ernsthafte Bedrohung für wirtschaftliche Stabilität, nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung. Gleichzeitig kann entschiedener Klimaschutz auch ein Rezept für mehr Wohlstand und Beschäftigung sein. Der G20-Gipfel sollte ein klares Zeichen setzen, dass die führenden Wirtschaftsnationen diese ökonomische Chance erkannt haben und sie nutzen werden. Ich habe Germanwatch als eine Organisation kennengelernt, die diese Punkte gegenüber Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft überzeugend vermitteln kann – aufgrund ihrer intelligenten Strategie, hohen Sachkenntnis und hervorragenden Vernetzung. (Juni 2017)

Sir Nicholas
Stern
Leiter des Grantham-Instituts an der London School of Economics, früherer Chefökonom der Weltbank und Wirtschaftsberater der britischen Regierung