Podiumsdiskussion

Klimabedingte Migration im Blick?

Podiumsdiskussion

Veranstaltungsort

Heinrich-Böll-Stiftung – Bundesstiftung Berlin
Schumannstraße 8
10117
Berlin

Veranstalter

Heinrich-Böll-Stiftung – Bundesstiftung Berlin
in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum Moderner Orient
Heinrich Böll Stiftung

Neue Ideen für eine klima- und umweltfokussierte Migrationspolitik

Vor knapp einem Jahr wurde der UN-Migrationspakt als wichtiges Signal von internationalen Migrations- und Klimaexpert/innen begrüßt, da er die Verknüpfung zwischen dem Klimawandel und Migrations- und Vertreibungsmustern offiziell anerkannte. Anlässlich der bevorstehenden UN-Klimakonferenz, der COP25, die ab dem 2. Dezember in Madrid tagen wird, wollen wir Bilanz ziehen: Welche Bemühungen, Leerstellen und Barrieren gibt es, um die Verschränkung dieser zwei zentralen Herausforderungen im Rahmen nationaler und internationaler Migrations- und Umwelt-Governance zu verankern?

Seit Jahren lenken Wissenschaftler/innen unseren Blick auf die Verknüpfung dieser beiden globalen Phänomene. Allerdings sind die kausalen Zusammenhänge zwischen klimatischen Veränderungen und Migrationsentscheidungen zahlreich und komplex. Bis heute existiert kein anerkannter Rechtsrahmen für umwelt- oder klimabedingte Vertreibung und Mobilität, und auch die Prognosen über die geschätzte Anzahl von „Klimaflüchtlingen“ oder Klimamigrant/innen variieren. In einem aber sind sich Expert/innen einig: Infolge der schon heute spürbaren Auswirkungen von Klimawandel und Umweltzerstörung werden Migrations- und Fluchtbewegungen deutlich zunehmen.

Gemeinsam mit Migrations- und Umwelt-Expert/innen aus der Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft wollen wir über die dringlichsten Fragen sprechen, die den Zusammenhang zwischen Migration und Umweltkrisen(n) bestimmen und folgende Fragen debattieren:
- Wie zwingen Klimawandel und Umweltzerstörung Menschen dazu ihre Heimat zu verlassen?
- Wie könnte eine klima- und umweltfokussierte Migrationspolitik gestaltet werden?
- Welche nationalen politischen Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen braucht es?
- Wie sinnvoll sind die Bemühungen einen internationalen Rechtsrahmen zu schaffen?

Mit:
- Claudia Roth, MdB Bündnis 90/Die Grünen und Vizepräsidentin des Deutschen BundestagsD
- Dr. Avidan Kent, Professor für Völkerrecht an der University of East Anglia (UEA)
- Dr. Ali Nobil Ahmad, Leibniz Zentrum Moderner Orient
- Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer bei Germanwatch e.V.

Moderation: Andrea Dernbach, Journalistin (Der Tagesspiegel)

Eine Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum Moderner Orient.

(Text des Veranstalters)

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