Meldung | 19.08.2020

Referent*in für Stromnetze und Klimapolitik (w/m/d)

32-40 h / Woche, Arbeitsort Berlin (bevorzugt, Bonn auch möglich), Beginn möglichst zum 01.01.2021
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Die Stelle ist im Germanwatch-Team Deutsche und Europäische Klimapolitik angesiedelt.

Der Um- und Ausbau der Stromnetze ist ein entscheidender Baustein für das Gelingen der Energiewende. Die künftig weitgehend auf erneuerbaren Energien basierende, CO2-arme Stromversorgung für Europa braucht ein stabiles Stromnetz, das zu der wetterabhängigen Wind- und Solarstromerzeugung passt und die neuen, meist dezentralen Standorte der Anlagen mit den Ballungsräumen und Verbrauchsschwerpunkten in Deutschland und angrenzenden Regionen verbindet. Germanwatch vertritt den Grundsatz "So viel Netzausbau wie nötig, und so wenig wie möglich" - um einen möglichst hohen Anteil an erneuerbaren Energien zügig in die Stromnetze zu integrieren.

Da der Ausbau von Stromnetzen, vor allem Übertragungsnetzen, einen großen Eingriff nicht nur in die Natur, sondern auch in die Lebensbereiche vieler Menschen darstellen kann, gilt es während der Planungsphasen, die vielen verschiedenen Belange mit einzubeziehen und die finale Streckenführung und Bauausführung entsprechend bestmöglich anzupassen. Dabei ist die Transparenz und Zugänglichkeit der Planungsprozesse von großer Bedeutung. Germanwatch engagiert sich für einen fairen und gemeinwohlorientierten Aus- und Umbau der Stromnetze.

Germanwatch ist Gründungsmitglied der Renewables Grid Initiative (RGI), in der seit 2009 zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzbetreiber kooperieren, um gemeinsam daran zu arbeiten, dass der für die Energiewende notwendige Netzausbau im Einklang mit naturschutzfachlichen Belangen und in einem transparenten Verfahren geschieht. Die Kooperation hat mehrere wegweisende Dokumente auf den Weg gebracht, die mittels Best-Practice-Konzepten Standards für Naturschutzfragen, Transparenz und Beteiligung im Genehmigungsverfahren setzen. Seit 3,5 Jahren läuft das Projekt "Debatte Stromnetze gestalten", für das wir nun Unterstützung suchen.

Zu Ihren Hauptaufgaben gehören:

  • Begleitung der deutschen und europäischen Debatten zum Aus- und Umbau der Stromnetze im Kontext ambitionierter Klimaziele und der entsprechenden Entwicklung der erneuerbaren Energien sowie der Flexibilisierung des Energiesystems
  • Diskussion und Vermittlung der für den Erfolg der Energiewende notwendigen Netzausbaupläne, auch gegenüber kritischen Akteuren aus der Zivilgesellschaft sowohl auf nationaler Ebene als auch in den vom Netzausbau betroffenen Regionen
  • Den Dialog mit konstruktiven netzkritischen Akteuren, insbesondere Multiplikatoren, suchen und diese in ihrer Konstruktivität unterstützen
  • Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung einer bereits begonnenen Workshopserie, in der der Perspektivwechsel zwischen lokalen, regionalen und nationalen Akteuren im Stromnetzdialog gefördert wird
  • Entwicklung von Vorschlägen für die politische Rahmensetzung in diesen Bereichen und Platzierung dieser Vorschläge in Politik und Medien
  • Vorbereitung neuer Projektanträge
  • Unterstützung der Vorstandsarbeit von Germanwatch bei der Renewables Grid Initiative

Sie bringen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in den folgenden Bereichen mit:

  • Möglichst mindestens 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung (einschließlich relevanter Praktika)
  • abgeschlossenes Masterstudium in Themen einer relevanten Fachrichtung
  • nachgewiesene Kenntnisse in den Themenbereichen Energiewende, Ausbau Erneuerbarer Energien, Stromnetze und Strommärkte
  • Weitere Erfahrungen und Kenntnisse in folgenden Bereichen wären von Vorteil: Offshore Wind, regionale Kenntnisse Nordrheinwestfalen und/oder Niedersachsen, Industrie- und/oder Klimapolitik, Erfahrungen in der Arbeit von und mit Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen/Universitäten, Unternehmen und Verbänden von Vorteil
  • Fähigkeit zum analytischen Denken und wissenschaftliche Arbeitsweise
  • Fähigkeit unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und zu beleuchten
  • Fähigkeit zur zielgruppengerechten Kommunikation
  • stilsichere Deutschkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau, sehr gute Englischkenntnisse
  • Beherrschen der MS Office-Anwendungen
  • Reisebereitschaft: ca. 1-2 Reisen pro Monat (v.a. innerdeutsch und EU)

Bewerbungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrungen / People of Color und Menschen mit Behinderungen begrüßen wir ausdrücklich. Wir bieten hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsorts sowie Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln.   

Gewünschter Beginn ist der 01.01.2021 - nach Absprache ist auch ein späterer Einstieg möglich.

Wir bieten eine in Anlehnung an den öffentlichen Dienst vergütete und [zunächst] bis zum 31.12.2022 befristete Anstellung in Vollzeit/Teilzeit (32-40 Stunden pro Woche). Eine Verlängerung der Stelle wird angestrebt. In einem gemeinsam abzusprechenden Umfang ist mobiles Arbeiten bzw. Heimarbeit möglich. Sie erwartet die Möglichkeit, zusammen mit einem engagierten, sympathischen Team auf wichtige gesellschaftliche Debatten und Prozesse wirksamen Einfluss zu nehmen.

Ihre Bewerbung schicken Sie uns bitte bis zum 01.10.2020 zusammen mit dem ausgefüllten Bewerbungsfrage­bogen, den Sie auf dieser Seite im Downloadbereich abrufen können (Kontakt bei technischen Problemen: Ulrike Koll, koll@germanwatch.org). Der Bewerbungsbogen ist das zentrale Dokument und unverzichtbarer Teil Ihrer Bewerbung. Er enthält weitere wichtige Hinweise zum Bewerbungsverfahren.

Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich an folgenden Terminen stattfinden (Ort ist jeweils voraussichtlich Berlin, alternativ per Videogespräch):

Erste Gesprächsrunde: 16.10.2020

Zweite Gesprächsrunde (mit einer Auswahl von BewerberInnen der 1. Runde): 28.10.2020