StartseitePublikationen  >  Germanwatch-ZeitungNr. 1/05

Protestschreiben an den Bundestag

zur Klage deutscher Autokonzerne gegen das kalifornische Klimaschutzgesetz

Möchten auch Sie beim Bundestag gegen das Verhalten der Autobauer protestieren?

Schreiben Sie per E-Mail, Fax oder Brief (Textvorlage siehe unten) an Ihre zuständigen Volksvertreter:

Zentrale Faxnummer des Bundestags:

030 / 227-36 878

Postanschrift aller Abgeordneten:

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
 



 

Briefvorlage:

(wir würden uns freuen, wenn Sie Ihr Schreiben in Kopie per E-Mail, Fax oder Post auch an Germanwatch schicken würden:
Germanwatch, z.H. Gerold Kier, Kaiserstr. 201, 53113 Bonn, Fax 0228 / 60492-19, kier@germanwatch.org)
 

Sehr geehrte(r) ...

der deutsche Bundestag hat sich immer wieder vehement dafür eingesetzt, dass sich auch die USA als größter Emittent dem internationalen Klimaschutz verpflichten. Der wichtigste Autostaat der USA, Kalifornien, hat nun tatsächlich ein Klimaschutzgesetz für Autos erlassen. Aber mit Volkswagen, DaimlerChrysler, BMW und Porsche haben sich vier deutsche Autokonzerne einer juristischen Klage gegen das Gesetz angeschlossen und fallen damit den klimapolitischen Zielsetzungen des deutschen Bundestags in den Rücken.

Ein Erfolg dieser Klage würde den Einstieg der USA in gesetzlichen Klimaschutz verhindern. Diese Klage ist nicht nur in ökologischer Hinsicht ein Armutszeugnis für die deutschen Autokonzerne, sondern auch in technologischer: Stellen die geplanten (relativ laschen) Regulierungen in Kalifornien tatsächlich eine unüberwindbare Hürde für High-Tech-Autos aus diesen Unternehmen dar?

Die großen deutschen Umweltverbände haben gemeinsam die Konzernchefs aufgefordert, sich von der Klage zu distanzieren. Wir fordern auch Sie als unseren Volksvertreter auf, bei den Konzernspitzen zu protestieren (Adressen und weitere Hintergrundinformationen finden Sie auf http://www.germanwatch.org/rio/auto05ad.htm). Nachdem der Klimaschutz "von oben" in den USA seit Jahren nicht vorankommt, würde eine zusätzliche Blockade handlungswilliger Staaten auch den Weg "von unten" zu Klimaschutz in den USA verbauen. Dies kann nicht im Interesse Deutschlands und der EU sein, deren Regierungschefs sich gerade darauf verständigt haben, dass ein in großem Maßstab gefährlicher Klimawandel und damit ein Temperaturanstieg von mehr als zwei Grad in diesem Jahrhundert vermieden werden muss.

Mit freundlichen Grüßen

[Ihr Name]
 



 

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zuletzt geändert am 1.4.05