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Institutionelle Investoren und Klimaschutz

NRW-Akteure bestärken institutionelle Investoren, Klimarisiken bei ihren Investitionen zu berücksichtigen
 
 

Ein Germanwatch-Projekt im Rahmen der Agenda 21 NRW
 
Projektbeschreibung:

Ziel

Dieses Projekt verfolgt das Ziel, den Einfluss von institutionellen Investoren wie Investmentfonds, Lebensversicherungen, etc. auf den Klimaschutz transparent zu machen und durch eine freiwillige Selbstverpflichtung dieser Investoren den Klimaschutz zu fördern.

Hintergrund

Bei jeder Investitionsentscheidung ist es eigentlich selbstverständlich zu beurteilen, mit welchen Risiken die Investition verbunden ist. Wird – wie bei Investmentfonds oder Lebensversicherungen – in Unternehmen investiert, so muss das Risiko beurteilt werden, das aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultiert. Dies ist gängige Praxis bei allen Investoren. Erst wenige Investoren berücksichtigen jedoch den Klimawandel und seine direkten (Meeresspiegelanstieg, Häufung von Flut- und Sturmkatastrophen) und indirekten (etwa gesetzliche Grenzwerte für Treibhausgase, Ökosteuern usw.) Auswirkungen im Risikomanagement ihrer Anlageentscheidungen.

Methodik

Um dies zu ändern, verfolgt das Projekt zwei miteinander verzahnte Handlungsstränge:

  • In einer Stakeholderbefragung werden relevante Anspruchsgruppen der institutionellen Investoren identifiziert und hinsichtlich ihrer Erwartungen befragt, die sie an das Anlageverhalten dieser Investoren haben.
  • Die institutionellen Investoren werden auf das ökonomische Risiko, das ihnen hieraus erwächst und für das sie nicht entschädigt werden, durch Veranstaltungen und Informationsmaterial aufmerksam gemacht.
Beide Stränge zielen darauf ab, dass sich die institutionellen Investoren in NRW stärker um den Klimaschutz kümmern und dies durch die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung auch öffentlich dokumentieren.

Wirkung

Die erhoffte Wirkung dieses Vorgehens ist, dass durch die Berücksichtigung des Klimawandels bei der Risikobewertung von Unternehmen fortschrittliche Unternehmen besser abschneiden, da sie weniger stark auf fossile Energieträger angewiesen sind. Dies führt dazu, dass ihre Aktien verstärkt von Anlegern nachgefragt werden, was ihrem  Aktienkurs zugute kommt und damit ihre Finanzierungsmöglichkeiten verbessert. Im Umkehrschluss wird sich die Finanzierungssituation von Unternehmen mit großen Klimarisiken verschlechtern, d.h. die Beschaffung von Kapital wird für sie i.d.R. teurer, da die Investoren das zusätzliche Risiko bezahlt haben wollen. Damit wird der Strukturwandel rein über Marktmechanismen aktiv unterstützt.

Durchführende

Dieses Projekt wird von Germanwatch in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und dem Verband für Umweltberatung NRW e.V. durchgeführt. Es ist als Agenda-21-NRW Projekt anerkannt und wird von der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung gefördert. Das Projekt wird von einem Projektbeirat unterstützt. Die Projektlaufzeit ist vom 1.11.2002 bis zum 31.12.2003. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, das bundesweite Ausstrahlung haben soll.

Projektpartner Termine

>> NRW Agenda 21 Projekte
 


zuletzt geändert am 11.11.03