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Klimaschutz: Wirtschaftsinitiative e-mission 55 rechnet mittelfristig mit großen Vorteilen für die europäische Wirtschaft

 

 

Aus dem neuen US-Klimaplan könnten sich nach Einschätzung der Wirtschaftsinitiative e-mission 55 mittelfristig große Vorteile für die europäische Wirtschaft ergeben. Die USA wollen ihren Ausstoß von Treibhausgasen pro Bruttosozialprodukt-Einheit bis 2012 um 18 Prozent senken. Dies dürfte nach Einschätzung von GERMANWATCH kaum über den Einsparungen durch den normalen  technischen Fortschritt liegen. Der gleiche Rückgang der Treibhausgasemissionen würde sich vermutlich ohne weitere Maßnahmen allein durch die fortschreitende technische Entwicklung einstellen.

Auf Grundlage des US-Klimaplans werden die US-amerikanischen Unternehmen auf Jahre hin unter Rahmenbedingungen arbeiten, die nicht hinreichend Anreiz bieten, zukunftsträchtige Technologien zu entwickeln. Gerade solche werden aber immer mehr nachgefragt werden, wenn das Kyoto-Protokoll in Kraft tritt. Dies betrifft energieeffiziente Techniken in der industriellen Produktion, aber auch langlebige Verbrauchsgüter. So werden sowohl in Europa wie auch in Japan zunehmend verbrauchsarme Kraftfahrzeuge auf den Markt kommen. Die verstärkte Nachfrage nach klimaverträglichen Techniken wird auch die Abhängigkeit vom Import fossiler Energieträger vermindern. Dies könnte einen weiteren Wettbewerbsvorteil für die Kyoto-Vertragsstaaten bedeuten: Von vielen Seiten wird bereits vermutet, dass die weltweite Rohölförderung innerhalb des kommenden Jahrzehnts ihr Fördermaximum überschritten haben wird. Sollte dies der Fall sein, muss mit einem starken Anstieg des Ölpreises gerechnet werden.

Manfred Treber


zuletzt geändert am 10.4.02