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Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, Geiz ist geil, billig fliegen ist in. Will Germanwatch da trotzig auf einer überwundenen Evolutionsstufe stehen bleiben? Auch viele unserer Unterstützer/innen fliegen viel. Nicht nur für die in der Entwicklungszusammenarbeit Tätigen scheinen Flüge unentbehrlich. Andere wollen sich im Urlaub vom jammernden Deutschland erholen oder einfach die Sonne genießen. Doch zum Erwachsensein gehört, Verantwortung für die Folgen seines Handelns zu übernehmen. Und der Flugverkehr wächst sich zum dominierenden Problem für das globale Klima aus. Alleine der weltweite Anstieg des Flugverkehrs von 1990 bis 2010 verursacht etwa soviel an Erwärmung, wie das gesamte Kyoto-Protokoll reduzieren soll. Deswegen schlagen wir der Politik vor, durch eine Emissionsabgabe Anreize für weniger belastende Flugzeuge und -routen zu setzen. Und jedem Einzelnen, die Alternativen - wie Videokonferenzen oder in Europa den Zug - zu prüfen. Ansonsten gibt es - als second best solution - den Emissionsausgleich zur Schadensbegrenzung. Ist es zu gewagt, dies anzuregen? Christoph Bals |
Diese Zeitung erschien am 4.12.03 als Beilage in der taz
Impressum
| Redaktion | Dörte Bernhardt (V.i.S.d.P.), Heike Ifland |
Diese Ausgabe wurde gefördert
durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung und das Landesamt für Entwicklungszusammenarbeit, Bremen.
Hier vertretene Standpunkte geben die Ansicht der Herausgeber wieder und
stellen in keiner Weise die offizielle Meinung unserer Förderer dar.