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Germanwatch-Stellungnahme zum Entwurf
eines Gesetzes zur Regelung von Abscheidung, Transport und dauerhafter
Speicherung von Kohlendioxid (CCS)
Am 27. August 2010 führten die
beiden federführenden Ministerien BMWi und BMU in Berlin ein Treffen
mit Verbänden zum weiterentwickelten Gesetzesentwurf zur Regelung
von Abscheidung, Transport und dauerhafter Speicherung von Kohlendioxid
(CCS) vom 23. Juli durch. Germanwatch gab dazu auch eine schriftliche Stellungnahme
ab. Die Weiterentwicklung wird darin begrüßt, allerdings wird
bedauert, dass die Bundesregierung mit diesem Entwurf an ihrem Konzept
zum weiteren Bau fossiler Großkraftwerke festhält. Kraftwerke,
die ökonomisch auf 7000 bis 8000 Stunden Laufzeit pro Jahr ausgelegt
sind, blockieren den Umbau zu einem Energiesystem, das immer stärker
und bis 2050 ganz auf fluktuierenden Erneuerbaren Energien basiert. Dieser
Systemkonflikt gilt für Kohlekraftwerke mit und ohne CCS. Mit dem
notwendigen dynamischen Ausbau von Erneuerbaren Energien ist der Neubau
von Stein- und Braunkohlekraftwerken in Deutschland nicht vereinbar.
Wichtig ist für Germanwatch,
dass in der Pilotphase CCS auch für die Techniken zum Einsatz kommt,
für die auf absehbare Zeit keine andere Lösung des Klimaproblems
in Sicht ist: Prozessemissionen, Gaskraftwerke und Biomasse. Und für
neuere Kohlekraftwerke (ab 2005) sollte jetzt schon gesetzlich geklärt
werden, dass eine Nachrüstpflicht kommen wird, wenn der Evaluationsbericht
zu einem positiven Ergebnis kommt.
>> Download
der Stellungnahme [PDF]
>> Weitere Infos
zu CCS
zuletzt geändert
am 10.9.10