Die erste globale Entwicklungsagenda

Die erste globale Entwicklungsagenda

Germanwatch setzt sich für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) als Maßstab für Industrie- und Entwicklungsländer ein - in, mit und durch Deutschland.

Bei der 70. UN-Generalversammlung am 25. September 2015 in New York hat die internationale Staatengemeinschaft einen wichtigen und angesichts der zerstrittenen Welt kaum für möglich gehaltenen Meilenstein beschlossen: Globale nachhaltige Entwicklungsziele – Sustainable Development Goals (SDG) – sowohl für Entwicklungs- als auch Industrieländer sind der Versuch, eine Entwicklungsagenda bis 2030 zu ermöglichen, die sich am Einhalten umfassender Menschenrechte innerhalb der planetaren Grenzen orientiert. Dabei ist aber auch klar: Die nachhaltigen Entwicklungsziele sind das Resultat von schwierigen Konsensprozessen und ihre Umsetzung ist zwar angekündigt, aber nicht rechtlich bindend. Unklar ist, was ihr Stellenwert etwa gegenüber Freihandelsabkommen wie dem parallel verhandelten TTIP-Handelsabkommen zwischen der EU und den USA ist. Der Lackmustest wird daher die Übersetzung in nationale Politiken und die Umsetzung der 17 Haupt- und 169 Unterziele auf allen Ebenen sein. >>> weiterlesen

 

Meldungen und Materialien rund um die Sustainable Development Goals (SDG)

Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
26. September 2015

Neue Chance für nachhaltige Entwicklung: Alle Staaten müssen nun die SDG bis 2030 verwirklichen

Germanwatch fordert hohe Ambition und regelmäßige Berichterstattung zur Umsetzung in Deutschland

Mit großem Beifall sind die in den vergangenen zwei Jahren verhandelten 17 Sustainable Development Goals (SDGs) und die 169 Unterziele in der Vollversammlung der Vereinten Nationen angenommen worden. Germanwatch begrüßt die große Qualität der globalen nachhaltigen Entwicklungsziele und die Tatsache, dass viele Staaten den SDGs offenbar einen hohen Stellenwert geben. "Die große Zahl der hier anwesenden Staats- und Regierungschef deutet an, welch' hohe Erwartungen viele Länder mit den ersten gemeinsamen Entwicklungszielen verknüpfen", sagt Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch, in New York. >> mehr
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Publikation

DIE SDG SIND NUN FÜR ALLE STAATEN ALS GELTENDER REFERENZRAHMEN VERABSCHIEDET

Blog-Beitrag von Klaus Milke vom SDG-Gipfel in New York, 25.09.2015

Mit großem Beifall und Musikszenario sind soeben die in den letzten 2 Jahren verhandelten 17 Sustainable Development Goals in der General Assembly der Vereinten Nationen angenommen worden. Dieser bewegende Akt erfolgte direkt nach der historischen und aufrüttelnden Rede von Papst Franziskus, der von Ban Ki-Moon nach New York eingeladen worden war. >> mehr
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Publikation

Die Zivilgesellschaft hat den Prozess zur 2030-Agenda maßgeblich mitgestaltet.

Blog-Beitrag von Klaus Milke vom SDG-Gipfel in New York, 25.09.2015

Ich hatte nach der Landung gestern als erstes ein durch seine Vielfalt sehr beeindruckendes Abstimmungs-Zusammentreffen mit NGOs aus aller Welt. Die Zivilgesellschaft hat im Kontext von „Beyond 2015“ den Konsultations-Prozess zur 2030-Agenda maßgeblich mitgestaltet. Länder-Koordinationen, die alle Regionen dieses Planeten mit abdecken, haben ihre Vorstellungen stetig und kompetent mit eingebracht. Man wollte sich vor dem eigentlichen Beginn des Gipfels austauschen und strategisch über die nächsten Schritte verständigen. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
24. September 2015

Erster Rahmen für eine globale Entwicklungsagenda - nun muss er gefüllt werden

Klimatreffen der Regierungschefs am Sonntag muss wichtige Signale für Gipfel in Paris senden

Bei der UN-Generalversammlung wird die internationale Staatengemeinschaft am Wochenende mit der Verabschiedung globaler nachhaltiger Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) bis 2030 einen wichtigen und lange kaum für möglich gehaltenen Meilenstein beschließen. Die Ziele orientieren sich an der Einhaltung umfassender Menschenrechte innerhalb der planetaren Grenzen. Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch, kommentiert: "Die neuen Ziele setzen den Rahmen einer Entwicklungsagenda bis 2030. Erstmals wird die Notwendigkeit von universeller Entwicklung so formuliert, dass diese nicht mit den Grenzen des Planeten kollidiert. >> mehr
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Publikation

Vor dem Start nach New York

Blog-Beitrag von Klaus Milke vom SDG-Gipfel in New York, 24.09.2015

Heute werde ich in New York ankommen. Bin gespannt, was mich erwartet. Ich werde am großen Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen teilnehmen. Beim Treffen der Staats- und Regierungschefs vom 25. bis 27. September 2015 soll die "2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung" beschlossen werden. Neben Kanzlerin Merkel werden auch Bundesumweltministerin Hendricks und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller vor Ort sein. >> mehr
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Publikation

Die erste globale Entwicklungsagenda

Sustainable Development Goals als Maßstab für Industrie- und Entwicklungsländer

Bei der 70. UN-Generalversammlung Ende September in New York wird die internationale Staatengemeinschaft einen wichtigen und angesichts der zerstrittenen Welt kaum für möglich gehaltenen Meilenstein beschließen. Globale nachhaltige Entwicklungsziele – Sustainable Development Goals (SDG) – sowohl für Entwicklungs- als auch Industrieländer sind der Versuch, eine Entwicklungsagenda bis 2030 zu ermöglichen, die sich am Einhalten umfassender Menschenrechte innerhalb der planetaren Grenzen orientiert. Dabei ist aber auch klar: Die nachhaltigen Entwicklungsziele sind das Resultat von schwierigen Konsensprozessen und ihre Umsetzung ist zwar angekündigt, aber nicht rechtlich bindend. Unklar ist, was ihr Stellenwert etwa gegenüber Freihandelsabkommen wie dem parallel verhandelten TTIP-Handelsabkommen zwischen der EU und den USA ist. Der Lackmustest wird daher die Übersetzung in nationale Politiken und die Umsetzung der 17 Haupt- und 169 Unterziele auf allen Ebenen sein. >> mehr
Sustainable Development Goals 2015
Publikation

Deutschland – Motor in Europa

SDGs auf deutscher und europäischer Ebene

Jedes Land muss die Agenda 2030 in nationale Politik umsetzen. Deutschland verknüpft die SDGs mit seiner ohnehin neu zu überarbeitenden Nachhaltigkeitsstrategie. Das gelingt umso besser, je mehr Mitsprache die Zivilgesellschaft bekommt. Außerdem winkt die große Chance, auch Europas Ambitionen zu stärken. >> mehr
Cover Publik-Forum Dossier "Enzyklika"
Meldung
11. September 2015

Publik-Forum Dossier: Höchste Zeit für Klimaschutz

Die Politik, der Papst und die Menschheit. Worauf es jetzt ankommt.

Seine Umwelt-Enzyklika bewegte die Welt. Jetzt reist Papst Franziskus in die USA, um mit Barack Obama Klimapolitik zu machen. Das Ziel: eine Umwelt-Revolution auf dem Weltklimagipfel in Paris im November. »Höchste Zeit«, titelt das aktuelle Publik-Forum Dossier, das von Germanwatch, Wir sind Kirche, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Katholische Landjugendbewegung (KLJB), Stiftung Weltethos getragen wird. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
12. Juli 2015

Ein neuer Finanzierungsrahmen für nachhaltige Entwicklungsziele und Klima

Germanwatch drängt auf Aufwärtsspirale bei Finanzierung und Ambition bei morgen beginnender UN-Konferenz in Addis Abeba

Morgen versammeln sich Diplomaten, Finanz- bzw. Entwicklungsminister sowie Experten in der äthiopischen Hauptstadt, um bis Donnerstag einen neuen Finanzierungsrahmen für die globale Entwicklungsagenda und die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals - SDG) zu setzen. „Von Addis Abeba erwarten wir ein Signal für eine Aufwärtsspirale. Mehr Finanzierung bedeutet mehr Ambition. Mehr Ambition bedeutet mehr Finanzierung", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer bei Germanwatch. >> mehr
Logo SDSN Germany
Publikation

G7 müssen starke Selbstverpflichtungen für eine nachhaltige und gerechte Welt beschließen

Erklärung von SDSN Germany zum G7-Gipfel im Juni 2015 in Elmau/Deutschland

In einer Erklärung zum bevorstehenden G7-Gipfel in Deutschland fordert das Sustainable Development Solutions Network (SDSN Germany) die Bundeskanzlerin und ihre G7-Kolleginnen und Kollegen auf, im Juni in Elmau entschlossene Beiträge zu weltweit nachhaltiger Entwicklung zu vereinbaren. >> mehr

Die 17 Sustainable Development Goals

  1. Armut in jeder Form und überall beenden
  2. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Wirtschaft fördern
  3. Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
  4. Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern
  5. Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen
  6. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
  7. Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern
  8. Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
  9.  Eine belastbare Infrastrukur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen
  10. Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern
  11. Städte und Siedlungen inklusiv und sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen
  12. Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen
  13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
  14. Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen
  15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen
  16. Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
  17. Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhhaltige Entwicklung wiederbeleben 
Quelle: https://sustainabledevelopment.un.org