Die erste globale Entwicklungsagenda

Die erste globale Entwicklungsagenda

Germanwatch setzt sich für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) als Maßstab für Industrie- und Entwicklungsländer ein - in, mit und durch Deutschland.

Bei der 70. UN-Generalversammlung am 25. September 2015 in New York hat die internationale Staatengemeinschaft einen wichtigen und angesichts der zerstrittenen Welt kaum für möglich gehaltenen Meilenstein beschlossen: Globale nachhaltige Entwicklungsziele – Sustainable Development Goals (SDG) – sowohl für Entwicklungs- als auch Industrieländer sind der Versuch, eine Entwicklungsagenda bis 2030 zu ermöglichen, die sich am Einhalten umfassender Menschenrechte innerhalb der planetaren Grenzen orientiert. Dabei ist aber auch klar: Die nachhaltigen Entwicklungsziele sind das Resultat von schwierigen Konsensprozessen und ihre Umsetzung ist zwar angekündigt, aber nicht rechtlich bindend. Unklar ist, was ihr Stellenwert etwa gegenüber Freihandelsabkommen wie dem parallel verhandelten TTIP-Handelsabkommen zwischen der EU und den USA ist. Der Lackmustest wird daher die Übersetzung in nationale Politiken und die Umsetzung der 17 Haupt- und 169 Unterziele auf allen Ebenen sein. >>> weiterlesen

 

Meldungen und Materialien rund um die Sustainable Development Goals (SDG)

Zukunftstour Germanwatch 2016
Meldung
6. Juli 2016

Rückblick: Großes Interesse an Angeboten von Germanwatch im Rahmen der ZukunftsTour 2016

Am 30.06. hat in Bonn die ZukunftsTour "EINE WELT - Unsere Verantwortung" mit 506 SchülerInnen und insgesamt 1306 Beteiligten stattgefunden. Zu Gast war neben Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Diskussion über die Umsetzung der 2015 von den Vereinten Nationen beschlossenen Globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG). >> mehr
Logos Germanwatch und Stiftung Zukunftsfähigkeit
Pressemitteilung
29. Juni 2016

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie muss konfliktorientierter und europäischer werden

„Entwicklungsland“ Deutschland muss nach der Energie- auch die Verkehrs- und Agrarwende angehen - Internationale Partnerschaften dafür wichtig

Germanwatch und die Stiftung Zukunftsfähigkeit kritisieren die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Bei einer Verbändeanhörung heute im Kanzleramt bezeichnen sie das Vorgehen der Bundesregierung bei der Umsetzung der globalen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) als zu zaghaft, in Teilen widersprüchlich und nicht ausreichend konfliktorientiert. „Gemessen an den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung ist auch Deutschland ein Entwicklungsland. Es sollte sein ganzes Potenzial und Entwicklungsvermögen neben der nationalen Ebene auch in einen Wandel auf EU- und weltweiter Ebene stecken: von der Energie- über eine Mobilitäts- bis hin zur Ernährungs- und Agrarwende“, sagt Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch und der Stiftung Zukunftsfähigkeit. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
24. Juni 2016

Nach dem Brexit-Votum: Business as usual ist keine Option

Germanwatch fordert erneuerte, an sozialen und ökologischen Werten orientierte EU

Nach dem Brexit-Votum sieht Germanwatch die EU vor der größten Herausforderung ihrer Existenz und fordert einen umfassenden Reformprozess. „Es ist klar, dass es für die EU kein "weiter so" geben darf - aber Drin bleiben- oder Raus-Entscheidungen sind keine Lösung. Die EU ist zutiefst reformbedürftig und muss ihre Handlungsfähigkeit für die Bereiche, in denen sie nur gemeinsam Erfolg haben kann, neu unter Beweis stellen. Dazu gehören die Flüchtlings- sowie die Energie- und Klimapolitik“, sagt Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
27. Mai 2016

G7 zu zögerlich bei nachhaltiger Entwicklung und im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen

Germanwatch kritisiert fehlende Vorgaben für Senkung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung und zu unverbindliche Bezugnahme auf Nachhaltige Entwicklungsziele, sieht aber Fortschritte bei Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

Fortschritte bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, aber nur zögerliche Schritte im Kampf gegen Antibiotikaresitenzen und zu unverbindliche Bezugnahme auf die neuen Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs). Diese gemischte Bilanz zieht Germanwatch nach dem Ende des G7-Gipfels in Japan. Auf Kritik stößt bei Germanwatch zudem, dass die Verantwortung von Unternehmen für ihre Lieferketten überhaupt nicht auf der Agenda auftauchte. >> mehr
Strategietage Haus Wasserburg
Meldung
19. Februar 2016

Entwicklungsland Deutschland - Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) begleiten und vorantreiben

7. Strategietage für (Jugend-) Verbände und Initiativen

Die aktuellen Strategietage widmen sich dieses Mal den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und den Ergebnissen der Klimaverhandlungen von Paris sowie der Frage, welche Rollen hier Jugendverbände, -gruppen und -initiativen für ambitionierte nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd spielen können. >> mehr
Bild: Germanwatch Pressemitteilung
Pressemitteilung
16. Februar 2016

Die eigentliche Herausforderung steht jetzt bevor

Germanwatch-Fachkonferenz Fast Forward: Internationale Experten diskutieren, wie aus dem Pariser Klimaabkommen und den Globalen Nachhaltigkeitszielen konkrete Politik wird

Mit wegweisenden Entscheidungen zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung hat die internationale Staatengemeinschaft 2015 eine neue Richtung eingeschlagen. Doch die eigentliche Herausforderung steht mit der Umsetzung der Beschlüsse aus New York (Globale Ziele für Nachhaltige Entwicklung, SDGs) und Paris (Weltklimaabkommen) noch bevor. Mit einem positiven Rückblick und einem visionären Blick in die Zukunft hat heute Vormittag die internationale Germanwatch-Fachkonferenz "Fast Forward" in Bonn begonnen. >> mehr
Cover Open Letter to Merkel
Meldung
27. Januar 2016

Offener Brief von NGO aus allen Ländern der High Level Group zu den SDG

Germanwatch und NGOs aus der 9er-Vorreitergruppe zur Umsetzung der Globalen Entwicklungsziele (SDG) spornen zur schnellen Umsetzung an

Im September initiierte Schweden - während des UN-Gipfels zu den Globalen Zielen für Nachhaltige Entwicklung (SDG) in New York - eine Vorreitergruppe von neun Regierungschefs, um die Umsetzung dies >> mehr
Blog Vorschaubild
Publikation

Business as usual is no longer an option - Internationale Konferenz zur Verbindung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und den SDG

Blog-Beitrag von Stefan Rostock, Januar 2016

Während der Konferenz "Education as a Driver for Sustainable Development Goals" des Centre for Environment Education vom 11.-13. Januar in Indien wurde der "Ahmedabad Plan of Action" entworfen. Der Plan betont die tragende Rolle von Bildungsprogrammen zur Umsetzung der Sustainable Development Goals und der Beschlüsse von Paris. Stefan Rostock von Germanwatch war als Vortragender und Mitglied des Redaktionskomitees für den Plan vor Ort. >> mehr
Cover Zukunftschancen nutzen
Publikation

Zukunftschancen nutzen – Wandel wagen

Bildungsarbeit nach dem Europäischen Jahr für Entwicklung

Das Europäische Jahr für Entwicklung 2015 war geprägt von wichtigen internationalen politischen Prozessen, die in diesem Jahr entscheidende Weichen für die Nachhaltigkeits-Agenda setzten. Besonders hervorzuheben sind die Agenda 2030 mit den darin enthaltenen globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) sowie die UN-Klimaverhandlungen, die im Dezember 2015 ein globales Klimaabkommen erzielten. Im selben Jahr startete außerdem das Weltaktionsprogramm zu Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Jahr 2015 ist damit nicht nur richtungsweisend in Bezug auf entwicklungspolitische Prozesse, sondern auch für entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Das vorliegende Hintergrundpapier unterstützt die Zielsetzung des Europäischen Jahrs für Entwicklung – Informieren, Einbinden, Bewusstsein schärfen – und ergänzt diese darüber hinaus noch um den entscheidenden Punkt „Handeln“ in Form von Impulsen für Handlungsmöglichkeiten im Privaten und Politischen. >> mehr
Cover: Globale Ziele - regionale Kreisläufe
Publikation

Globale Ziele – regionale Kreisläufe

Wie nachhaltige Entwicklung, Landwirtschaft und Tierhaltung zusammenhängen

Mit der 2030-Agenda und ihren siebzehn Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) haben die Regierungen der Welt anerkannt, dass es überall grundlegender Veränderungen Bedarf, um unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zukunftsfähig zu machen. Besonders groß ist der Veränderungsbedarf in der industriellen Tierhaltung, die für den größten Teil der Treibhausgasemissionen und Gewässerverschmutzung aus der Landwirtschaft verantwortlich ist. "Weniger und besser" ist der richtige Ansatz für eine Tierhaltung, die dabei hilft, die globalen Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen. >> mehr

Die 17 Sustainable Development Goals

  1. Armut in jeder Form und überall beenden
  2. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Wirtschaft fördern
  3. Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
  4. Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern
  5. Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen
  6. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
  7. Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern
  8. Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
  9.  Eine belastbare Infrastrukur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen
  10. Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern
  11. Städte und Siedlungen inklusiv und sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen
  12. Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen
  13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
  14. Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen
  15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen
  16. Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
  17. Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhhaltige Entwicklung wiederbeleben 
Quelle: https://sustainabledevelopment.un.org