Noch keine fairen Handys

Studie

Noch keine fairen Handys

Folgestudie zur Unternehmensverantwortung von deutschen Mobilfunkanbietern

Cover: Noch keine fairen Handys

Nach Angaben der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) gab es im Jahr 2011 weltweit fast sechs Milliarden registrierte Mobilfunkanschlüsse. Damit verfügen im Durchschnitt 87 Prozent der Weltbevölkerung über einen registrierten Mobilfunkanschluss. Da Mobilfunkanbieter vielfach mit dem Vertrag auch ein Handy an ihre Kunden verkaufen, haben sie eine Mitverantwortung für die sozialen und ökologischen Bedingungen in der IT-Industrie.

Aus diesem Grund veröffentlichte Germanwatch mit den Partnerorganisationen des europäischen Projektes makeITfair im Oktober 2009 eine vergleichende Studie zur Unternehmensverantwortung von deutschen und europäischen Mobilfunkanbietern. Die Untersuchung zeigte, dass großer Verbesserungsbedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette besteht, um Handys fair und umweltfreundlich zu gestalten: bei Design, Produktion, Marketing sowie Recycling. Die Studie und eine Postkartenaktion im Jahr 2010 trugen dazu bei, dass die Mobilfunkanbieter zu diesen Themen stärker aktiv wurden.

In einer Folgestudie hat Germanwatch nun erneut die vier größten Mobilfunkanbieter in Deutschland – Deutsche Telekom, E-Plus, Telefónica Germany und Vodafone – bezüglich ihres Engagements für Menschenrechte und mehr Nachhaltigkeit in der Mobilfunkbranche untersucht. Die Studie zeigt, dass Mobilfunkanbieter zunehmend Verantwortung für die sozialen und ökologischen Probleme in der Mobilfunkbranche anerkennen und Maßnahmen zur Verbesserung ergreifen. Von einer nachhaltigen Branche und von fairen und ökologischen Handys sind wir allerdings nach wie vor weit entfernt.

AutorInnen
Christina Schelhove und Cornelia Heydenreich
ISBN
978-3-943704-01-3
Bestellnummer
12-4-04
Seiten
40
Schutzgebühr
5,00 EUR (nur bei Bestellung)
Publikationsdatum
8/2012