Was steht bei der COP 23 auf der Tagesordnung?

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Was steht bei der COP 23 auf der Tagesordnung?

 
Umsetzungsregeln für das Paris-Abkommen

Die VerhandlerInnen müssen den Textentwurf für die Regeln der konkreten Umsetzung des Paris-Abkommens erstellen. Das sogenannte Regelbuch soll im nächsten Jahr beim Klimagipfel in Polen beschlossen werden. Unter anderem sollen Berichts- und Transparenzregeln sicherstellen, dass eine Tonne CO2 in einem Land einer Tonne CO2 in einem anderen Land entspricht und dass die zugesagte Klimafinanzierung auch tatsächlich fließt.

Startschuss für die Nachbesserung der Klimaziele

Bei der COP23 muss festgelegt werden, wie die erste Nachbesserungsrunde der Klimaziele der Staaten im kommenden Jahr aussehen soll. Dabei geht es um die Erhöhung der nationalen Ziele, die bislang bei Weitem nicht ausreichen, um den globalen Temperaturanstieg auf deutlich weniger als 2°C, wenn nicht gar 1,5°C zu begrenzen. Sichere Zukunft des Anpassungsfonds Der Anpassungsfonds des Kyoto-Protokolls feiert auf der COP23 nicht nur sein zehnjähriges Bestehen, sondern muss auch seinen Platz in der neuen Architektur des Paris-Abkommens finden. Länder, die sich bisher nicht am Fonds beteiligen, müssen einer langfristigen Perspektive für den Fonds auch zustimmen.

„Schäden und Verluste“ höher gewichten

Das Thema unvermeidbare Schäden und Verluste durch die globale Klimakrise muss mehr Gewicht in der internationalen Klimapolitik bekommen. Dazu sollen in Bonn ein neues Arbeitsprogramm beschlossen und genügend Finanzierung für dessen Umsetzung bereitgestellt werden. Außerdem sollte das Thema regelmäßig Platz auf der Agenda der Klimaverhandlungen finden.
 

Rixa Schwarz

2. November 2017
zuletzt geändert: 2. November 2017