Editorial

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Editorial

Anfang Februar kam vom Mineralölwirtschaftsverband die Nachricht, die weltweiten Erdölreserven hätten einen neuen Höchststand erreicht. Diese auf den ersten Blick für den Ölverbraucher erfreuliche Meldung hat allerdings eine Kehrseite, die sich bisher dem Blick der Öffentlichkeit weitgehend entzogen hat. Der Rekordstand der Ölreserven rührt daher, dass die Ölsände Kanadas in die Statistik miteinbezogen wurden. Kanada verdrängt dadurch den Irak von Position zwei in der Rangliste der Staaten mit den weltweit höchsten Ölreserven.

Letztes Jahr ist die Welterdölproduktion um 1 Prozent - und damit bereits im dritten Jahr in Folge - zurückgegangen. Die kanadischen Ölsande werden jetzt in die Reservestatistik aufgenommen, weil sich deren Förderung bei einem Ölpreis über 30 $/Barrel rechnen würde. Durch seine Meldung gesteht der Mineralölwirtschaftverband ein, dass der Ölpreis längerfristig diesen Preis halten wird.

Die Ära des billigen Öls scheint also dem Ende zuzugehen. Und damit werden diejenigen Staaten, die bisher bereits Energiesparen und Klimaschutz betrieben haben, belohnt. Andere werden das Nachsehen haben.

Manfred Treber
 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.energiekrise.de

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C. Bals, G. Kier, A. Kirchmair, K. Milke, Dr. M. Treber (V.i.S.d.P.)

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