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Möglichkeiten und Grenzen von NGO-Strategien zu multinationalen Konzernen

Erfahrungen aus dem Euzkadi-Fall

In den vergangenen Monaten hat Continental zahlreiche Stellen gestrichen, in Deutschland stehen derzeit 80.000 und weltweit 220.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Ende März fand in Hannover eine Kundgebung mit 5.000 Beschäftigten der Schaeffler-Gruppe, zu der Continental inzwischen gehört, statt. Eine ganz andere Antwort hatten die Kollegen des zu Conti gehörenden Euzkadi-Reifenwerks in Mexiko gegeben, als das Unternehmen 2001/2002 den Betrieb dicht machen wollte. Es war ihnen gelungen, mexikoweite und internationale Solidarität, Unterstützung durch andere Gewerkschafter und NGOs zu gewinnen und sich gegenüber Continental durchzusetzen: Das Werk wurde nicht geschlossen, vielmehr übernahmen sie es als Kooperative und eröffneten es zusammen mit einem neuen Investor erneut im Jahre 2005. Von diesem Kampf, aber auch von den Mühen der Ebene der Kooperativwirtschaft, erzählt das kürzlich erschienene Buch "Contra Continental". Cornelia Heydenreich, Germanwatch-Referentin für Unternehmensverantwortung, steuerte einen Artikel zu Möglichkeiten und Grenzen von NGO-Strategien bei. Darin stellt sie dar, wie Unternehmen aus Sicht von NGOs sehr verschieden auf Probleme reagieren und wie das Verhalten von Continental diesbezüglich zu bewerten ist. Zudem erarbeitet sie Ansätze, die genutzt werden können, um in konkreten Einzelfällen unternehmerische Verantwortung einzufordern. Darüber hinaus geht sie der Frage nach, welchen Beitrag der Fall Euzkadi zur Debatte um weltweite Unternehmensregeln geleistet hat und leistet.

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Informationen zum Buch:

Gregor Maaß/Lars Stubbe (2009):
Contra Continental. Der Kampf der mexikanischen Euzkadi-Arbeiter gegen den deutschen Reifenkonzern.
220 Seiten, 8 Seiten Fototeil. 22,00 Euro. Neuer ISP Verlag
www.neuerispverlag.de
 


zuletzt geändert am 25.5.09